Es ist richtig, die Beiträge in der Rubrik Abgelehnt bewegen sich oft am Rande des Zumutbaren. Es ist richtig, AutorInnen sollten von einer Agentin Respekt erwarten und ihr vertrauen können. Es ist richtig, eine Agentin widmet sich vordringlich folgenden Dingen: AutorInnen, die sie vertritt, zu betreuen und deren Manuskripte zu vermitteln. Submissions vorzubereiten. Verträge, Fristen und Konditionen auszuhandeln. Entwicklungen auf dem E-Book-Markt im Auge zu behalten und sich über digitale Verwertungsmodelle zu informieren. Die Aktivitäten ihrer AutorInnen im Netz und im Leben zu verfolgen. Neue Manuskripte, Stipendiums- und andere Bewerbungen ihrer AutorInnen zu lesen und zu kommentieren. Zahlungseingänge zu überwachen und Honorarabrechnungen zu verschicken. Präsenz auf Buchmessen und Literaturveranstaltungen zu zeigen. Sich mit Produzenten und Hörbuchverlegern zu treffen. Den Überblick über Branchenpolitisches, Veränderungen auf dem Buchmarkt und personelle Veränderungen in den Verlagshäusern zu bewahren. Und sich über all diese Dinge mit ihren AutorInnen auszutauschen, auf dass sie zu mündigen AutorInnen werden, die sich nicht von den Legenden und Mythen des Literaturbetriebs blenden lassen, die Vernebelungsmanöver und Vanity-Verlage durchschauen und lernen, die richtigen Fragen zu stellen.
Diese Aufgaben betreffen aber vor allem eine Gruppe von AutorInnen: Diejenigen, die bei einer Agentur unter Vertrag sind. Die dadurch einen Exklusivanspruch auf diese Leistungen haben. Aber dann gibt es ja noch eine weitere, wesentlich größere Gruppe von AutorInnen: Diejenigen, die diesen Status anstreben. Gelesen, vertreten, publiziert zu werden. Und dabei einen von zwei Wegen einschlagen. Sie bieten ihr Manuskript direkt einem Verlag an, oder sie versuchen es über eine Agentur. weiterlesen >>










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