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<rss xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" version="2.0"><channel xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"><title>Pfade durch den Buchmarkt-Dschungel</title><link>http://autorenschrittmacher.blog.de/</link><atom:link xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" rel="self" href="http://autorenschrittmacher.blog.de/feed/rss2/posts/"/><description></description><language>de-DE</language><generator>MokoFeed</generator><ttl>10</ttl><image><title>Pfade durch den Buchmarkt-Dschungel</title><link>http://autorenschrittmacher.blog.de/</link><url>http://data5.blog.de/design/preview/53/16664c27c1d7dae4d96a6efd2940d2_160x200.jpg</url></image><item><title>Partner +Propaganda-Sabbat-Quartal. Über Aufmerksamkeitsökonomie &amp; Verteilungsgerechtigkeit gegenüber AutorInnen.</title><link>http://autorenschrittmacher.blog.de/2012/12/31/partner-propaganda-sabbatzeit-aufmerksamkeitsoekonomie-verteilungsgerechtigkeit-soziodemographische-kriteriender-15372287/</link><guid isPermaLink="false">tag:autorenschrittmacher.blog.de,2012-12-31:/2012/12/31/partner-propaganda-sabbatzeit-aufmerksamkeitsoekonomie-verteilungsgerechtigkeit-soziodemographische-kriteriender-15372287/</guid><pubDate>Mon, 31 Dec 2012 17:11:41 +0100</pubDate><description>	&lt;p&gt;&lt;em&gt;Wider die Losigkeit. Erfahrungslosigkeit. Sprachlosigkeit.Wider die Resignation. Wider die Gleichgültigkeit.&lt;/em&gt; So beginnt das &lt;a href="http://autorenschrittmacher.blog.de/2008/12/01/fundus-mission-statement-partner-propaganda-2004-mindesthaltbarkeitsdatum-31-12-5144141/"&gt;"Mission Statement"&lt;/a&gt; von Partner + Propaganda, das ich vor fast 10 Jahren geschrieben habe. Bis heute sehe ich keine Notwendigkeit, mich davon zu distanzieren, keine Notwendigkeit für einen "Werte-Relaunch". Stattdessen: die Notwendigkeit der kritischen (Wieder-)Aneignung. Seit seiner Gründung 2004 hat Partner + Propaganda kontroverse Reaktionen hervorgerufen: Bewunderung für klare Ansagen und ein klares Profil seitens der einen, Ablehnung wegen der streitbaren Propaganda im Namen und gelegentlich unkonventioneller Vorgehensweisen seitens der anderen. Bisweilen Verständnislosigkeit und Abwehrreaktionen, wenn es darum ging, AutorInnen zu vermitteln, dass und warum Partner + Propaganda ihr eingereichtes Projekt nicht vertreten wird. Der Versuch, die Verantwortung für solche Entscheidungen nicht an den Markt, die normative Kraft des Faktischen oder Formulierungen wie "&lt;em&gt;kann&lt;/em&gt; ich Ihnen leider keine Vertretung anbieten" zu delegieren. Dazu zu stehen, dass ich Ansprüche an Texte habe, zu benennen, wenn Texte diesen Ansprüchen nicht genügen. Das ist keine Anmaßung vermeintlicher literarischer Deutungshoheit als vielmehr Ausdruck dessen, dass ich mir als Betreiberin einer Agentur herausnehme, zu entscheiden, mit welcher Weltsicht, mit welcher Poetik und mit welcher gesellschaftlichen Aussage die Agentur den Buchmarkt (und die Wahrnehmung der Lesenden) prägt. Prägen möchte. Ich bin überzeugt, in den vergangenen Jahren Titel abgelehnt zu haben, die hohe Auflagen eingespielt hätten (möglicherweise auch haben). Aber Partner + Propaganda ist nicht mit dem Anspruch angetreten, etlichen entbehrlichen Auflagen weitere entbehrliche Auflagen hinzuzufügen. Nicht, um links gegen eine gesellschaftliche Realität nach Ausschneidepuppenvorlage zu agitieren und rechts Ausschneidepuppenliteratur zu verkaufen. Da kann ich doch der "Sturheit und Extravaganz" viel mehr abgewinnen, die die &lt;a href="http://www.nzz.ch/aktuell/feuilleton/uebersicht/diogenes-verleger-daniel-keel-im-alter-von-80-jahren-gestorben-1.12476384"&gt;NZZ dem Diogenes Verleger Daniel Keel (1930 - 2011)attestiert&lt;/a&gt;, der weder die Bedeutung noch den absehbaren Verkaufserfolg von Alexander Solschenizyns "Archipel Gulag"  falsch eingeschätzt hätte, als es ihm angeboten wurde. Und sich trotzdem gegen die Publikation bei Diogenes entschied. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Nun verhält es sich natürlich so, dass die Entscheidung &lt;em&gt;für&lt;/em&gt; etwas oft auch die Entscheidung &lt;em&gt;gegen&lt;/em&gt; etwas anderes beinhaltet (und diesen Preis hat natürlich auch Daniel Keel gekannt und in Kauf genommen). Die profitabilitäts-unabhängige Entscheidung für AutorInnen und Manuskripte geht zum einen einher mit der Entscheidung, interessante Gewinnkurven zu erzeugen (und zu akzeptieren) und zum Jahresende selbstgebackene Kekse statt Kreuzfahrt-Gutscheine zu verschicken. Und zum anderen mit der Entscheidung, wo und auf welche Art und Weise die Agentur an ihre AutorInnen und Manuskripte kommt. Oder, andersherum, wie sich vermeiden lässt, dass etwas eintrifft, dem entgegenzustellen sich doch eine Initialzündung zur Gründung der Agentur war. Soll heißen: Wenn der Anspruch einerseits lautet, sich mit jedem Manuskript ernsthaft inhaltlich zu befassen, und der Verzicht auf bedingungsloses Wachstum das Agenturpersonal auf überschaubare Größe reduziert, ist jede Entscheidung &lt;em&gt;für&lt;/em&gt; die Prüfung eingegangener Manuskriptangebote auch gleichzeitig eine Entscheidung, diese Zeit nicht dem Aufspüren von Stimmen zu widmen, die ihren Weg nicht in den Manuskripteingangsordner finden. Stimmen aus Bosnien, Serbien, Slowenien, Kroatien, Montenegro. Stimmen aus den Vereinigten Staaten, die gegen das anschreien, flüstern, zirpen, quietschen, raunen oder lallen, was die Vereinigten Staaten auf "die Amis" zu reduzieren sucht. Womit die Frage im Raum steht, warum eine Mutter ihren bosnischen, serbischen und kroatischen Sorgenkindern und ihren lallenden Yankees mehr Aufmerksamkeit zukommen lassen sollte als ihren deutschsprachigen Kindern, die sich an die Regeln halten und sich die Füße abputzen, bevor sie den Autoreneingangsordner betreten? Weil es für diese Kinder ausreichend andere Einrichtungen im deutschsprachigen Raum gibt. Weil diese Kinder weniger dringend jemanden benötigen, der ihre komischen Frisuren, ihre merkwürdige Artikulation, ihre fehlende Kenntnis der Tischmanieren erklärt und LektorInnen zur Lektüre ihrer Texte nötigt. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Zugegeben, aus dieser Erklärung ragen jede Menge Widersprüchlichkeiten und Fadenenden hervor. Weswegen sie auch kein Fazit, sondern der Prolog zu folgender Ankündigung ist: Partner + Propaganda begibt sich ab Januar 2013 in ein dreimonatiges Sabbat-Quartal. Um nachzudenken. Über Verteilungsgerechtigkeit und soziodemographische Kriterien der AutorInnenauswahl und Aufmerksamkeitsökonomie. In dieser Zeit wird der Manuskripteingangsordner vorübergehend verrammelt, Anfragen und unaufgefordert eingesandte Manuskriptangebote bleiben ungeprüft. Die Interessen und Manuskripte von AutorInnen, die bereits bei Partner + Propaganda unter Vertrag sind, bleiben von dieser Regelung selbstverständlich ebenso unberührt wie der laufende Agenturbetrieb.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://autorenschrittmacher.blog.de/2012/12/31/partner-propaganda-sabbatzeit-aufmerksamkeitsoekonomie-verteilungsgerechtigkeit-soziodemographische-kriteriender-15372287/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </description><category>partner-propaganda-sabbat-quartal</category><category>literaturagentur</category><comments>http://autorenschrittmacher.blog.de/2012/12/31/partner-propaganda-sabbatzeit-aufmerksamkeitsoekonomie-verteilungsgerechtigkeit-soziodemographische-kriteriender-15372287/#comments</comments></item><item><title>Rasenmähen nach Klagenfurt. Bachmannpreis revisited</title><link>http://autorenschrittmacher.blog.de/2012/07/11/klagenfurt-revisited-14086617/</link><guid isPermaLink="false">tag:autorenschrittmacher.blog.de,2012-07-11:/2012/07/11/klagenfurt-revisited-14086617/</guid><pubDate>Wed, 11 Jul 2012 16:59:00 +0200</pubDate><description>	&lt;p&gt;Wenn selbst zwei Tage später weder Joggen, Rasenmähen noch der Kauf einer Leiter (Arbeitshöhe 4,55 m) ausreichen, um Klagenfurt abzuschütteln, dann weiß man, dass irgendetwas anders war, dieses Jahr in Klagenfurt. Und das liegt nicht allein am Einbruch des Existenziellen - der &lt;a href="http://www.verbrecherverlag.de/index.php"&gt;Tod von Jan Jenrich&lt;/a&gt; - in den Bewerb, nicht daran, dass auf vieles dieses Jahr kein Verlass war - reservierte Fahrräder, einige erwartete übliche Verdächtige, den jedes Jahr so sehnsüchtig wie vergeblich erwarteten Skandal. Verlass hingegen war auf die typischen Klagenfurtreflexe: Fragen nach der Bedeutung des Migrationshintergrunds für das Schreiben (&lt;a href="http://bachmannpreis.eu/de/autoren/3806"&gt;Olga Martynova&lt;/a&gt;), Hotelvergleiche („Du wirst zwar jeden Morgen gefragt, wie Du Dein Ei haben möchtest, aber egal, was du sagst, du kriegst immer ein hartgekochtes.“). Larissa Stadlers verlässlich harmlose Moderation.  Der Versuch, ein Leitmotiv zu verhaften. Kindheit und erwachende Sexualität in diesem Jahrgang. Angesichts der Tatsache, dass es bei 14 Texten schwer sein dürfte, keine zwei bis drei mit motivischen Schnittmengen zu finden, weniger Hochleistung als das Bedürfnis, Etiketten auf die Einmachgläser zu kleben. Der Kindheit-und-Sexualitäts-Jahrgang halt, falls man in 10 Jahren mal wieder jemanden in den Keller schickt, „und untersteh dich, das Glas mit dem &lt;a href="http://www.zeit.de/kultur/literatur/2010-06/lesung-klagenfurt"&gt;Rainald-Goetz-Blut&lt;/a&gt; hochzubringen.“&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Neu hingegen war, dass Frau Leinen und Frau Passig &lt;a href="http://sopranisse.de/2012/07/05/bachmannpreis-2012-1-lesungstag/"&gt;mit dem Kanu zum Lendhafen vorfuhren&lt;/a&gt;. Neu war zwar nicht der Hund als literarischer Topos, sehr wohl aber als „motivische Auslegeware“ (Ernst Jandl über &lt;a href="http://bachmannpreis.eu/de/autoren/3801"&gt;Stefan Mosters Text&lt;/a&gt;). Neu war die – möglicherweise durch Online-Petitionen motivierte -kollektive Beschwerdeführung, in diesem Fall gegen &lt;a href="http://bachmannpreis.eu/de/autoren/3795"&gt;Hugo Ramneks&lt;/a&gt; hochsexualisierte Kellerechse. Muss man ja nicht mögen, aber das ORF-Theater als Meldestelle für unliebsame literarische Figuren? Hm. Neu war auch der Intelligenzvorwurf. Dabei führen die &lt;a href="http://bachmannpreis.eu/de/autoren/3789"&gt;Aufzeichnungen aus der Kuranstalt&lt;/a&gt; viel mehr als nur den Betrieb vor. Aber narzisstisch Gekränkte zeichnen sich ja gerne durch selektive Wahrnehmung aus. Und sprang Meike Fessmann &lt;a href="http://bachmannpreis.eu/de/autoren/3792"&gt;Mirjam Richners&lt;/a&gt; Text noch gegen das von Daniela Strigl unterstellte „gravierende Glaubwürdigkeitsproblem“ bei, indem sie ihm attestiert, „nichts ist offensichtlicher, als dass das ein surrealer Text ist, der davon lebt, dass er in einem surrealen Setting alles sich erlaubt“, so wird sie umso unerbittlicher, sobald mit &lt;a href="http://bachmannpreis.eu/de/autoren/3809"&gt;Inger Maria Mahlkes&lt;/a&gt; alleinerziehender Mutter, die bereit ist, ihr Kind zu verlassen, ohne uns pathosgeschwängert die Gründe dafür darzulegen und Absolution zu erbitten, prekäre soziale Realität  die ORF-Bühne betritt. Da sieht Frau Fessmann das Klischee einer Alleinerziehenden, der sie nichts von dem abnimmt, was sie tut.  Die Welt wäre eine bessere, deligitimierten sich all die Realitäten, die sich durch mangelnde Glaubwürdigkeit auszuzeichnen scheinen. Gleichwohl in Klagenfurt ohnehin nicht notwendigerweise der Text selbst um Glaubwürdigkeit ringen darf, sondern die Lesefolie, die die Jury ihm zugesteht, Ausschlag gebend ist – wer das Glück hat, als surrealistisch durchzugehen, genießt Narren- und Glaubwürdigkeitsfreiheit. Und so geht in Klagenfurt so einiges durch, was die erfüllbare Hoffnung nach „einem haltbaren Satz im Bimbam der Worte“ ein bisschen bleich in ihrer Ecke stehen lässt. Und erschlägt andererseits die Glaubwürdigkeitskeule so einige Sätze, die diese Hoffnung vielleicht erfreut aus ihrer Ecke hätten heraustreten lassen. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Ach, überhaut, Klagenfurt und die erbleichte Hoffnung auf eine Macht, die Texte nur bedingt haben können. Was die Erwartung nicht weniger sehnsüchtig macht, wenn sie auf Schloss Maria Loretto beim Bürgermeisterempfang auf dem Rasen steht, den Kellnerinnen Gläser von den Tabletts zupft und sich so sehnsüchtig wie schaudernd an Zeiten erinnert, als Texte dafür verantwortlich gemacht wurden, wenn jemand sich für zuständig erklärte, dafür zu sorgen, dass es keinen Bürgermeister und keinen Empfang mehr gäbe.  „Ich lehne es ab, Marcuse für den Terror verantwortlich zu machen, auch wenn der ein oder andere Terrorist ihn gelesen hat oder sich sogar auf ihn beruft. Aber vorzuwerfen ist Marcuse, dass er nicht erfüllbare Hoffnungen geweckt hat, etwa die, Herrschaft könne gänzlich abgebaut werden.“ Hat Peter Glotz mal gesagt (Spiegel 41/77).&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Ja. Ein bisschen anders wird es schon, wenn die einstudierten Klagenfurtreflexe dem Nachdenken über Klagenfurt weichen. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://autorenschrittmacher.blog.de/2012/07/11/klagenfurt-revisited-14086617/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </description><category>klagenfurt-2012</category><category>bachmannpreis</category><comments>http://autorenschrittmacher.blog.de/2012/07/11/klagenfurt-revisited-14086617/#comments</comments></item><item><title>Log Line, Elevator Pitch oder wie sag ich´s in zwei Sätzen?</title><link>http://autorenschrittmacher.blog.de/2012/01/23/log-line-elevator-pitch-sag-ichs-zwei-saetzen-12502685/</link><guid isPermaLink="false">tag:autorenschrittmacher.blog.de,2012-01-23:/2012/01/23/log-line-elevator-pitch-sag-ichs-zwei-saetzen-12502685/</guid><pubDate>Mon, 23 Jan 2012 10:57:05 +0100</pubDate><description>	&lt;p&gt;Nicht verpflichtend und auch kein Ablehnungsgrund, falls nicht dabei, allerdings von Vorteil, wenn gelungen: Die Log Line, auch Pitch genannt, eine Kürzestbeschreibung in ein, zwei oder drei Sätzen, die den potenziellen Rezipienten - den Verlagslektor, die Agentin - schon vor dem Exposé auf das einstimmt, was sie im angebotenen Manuskript erwartet, den/die Protagonisten beschreibt und den Konflikt skizziert. Eine der schwersten Übungen, die aber - über die Fähigkeit, das eigene Projekt Dritten gegenüber in zwei, drei Sätzen zu beschreiben - auch eine gute Disziplinarmaßnahme sein kann, der Ariadnefaden durchs eigene Manuskript, wenn sich die Autorin, der Autor auf einem der vielen Nebenschauplätze, in einem der vielen Nebenkonflikte zu verirren droht. Warum sie so unentbehrlich ist und wie sie sich schreibt, eine gute Log Line, lässt sich z.B. beim Drehbuchschreiberportal Scriptologist.com &lt;a href="http://www.scriptologist.com/Magazine/Tips/Logline/logline.html"&gt;nachlesen &gt;&gt;  &lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://autorenschrittmacher.blog.de/2012/01/23/log-line-elevator-pitch-sag-ichs-zwei-saetzen-12502685/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </description><category>pitch</category><category>log-line</category><category>verlagssuche</category><comments>http://autorenschrittmacher.blog.de/2012/01/23/log-line-elevator-pitch-sag-ichs-zwei-saetzen-12502685/#comments</comments></item><item><title>Self-Publishing via Amazon - eine Chance für deutsche AutorInnen?</title><link>http://autorenschrittmacher.blog.de/2012/01/19/self-publishing-via-amazon-chance-deutsche-autorinnen-12486713/</link><guid isPermaLink="false">tag:autorenschrittmacher.blog.de,2012-01-19:/2012/01/19/self-publishing-via-amazon-chance-deutsche-autorinnen-12486713/</guid><pubDate>Thu, 19 Jan 2012 17:00:09 +0100</pubDate><description>	&lt;p&gt;Interview mit Pia Ziefle und Thomas Feibl über ihre Erwartungen an "klassische Verlage" und zu Chancen und Risiken von Amazons &lt;a href="https://kdp.amazon.com/self-publishing/signin?ie=UTF8&amp;language=de_DE"&gt;Kindle Direct Publishing&lt;/a&gt;.&lt;br&gt;
&lt;a href="http://www.verlagederzukunft.de/self-publishing-via-amazon-sehen-auch-deutsche-autoren-hier-eine-chance/"&gt;Zum Interview auf Verlage der Zukunft &gt;&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://autorenschrittmacher.blog.de/2012/01/19/self-publishing-via-amazon-chance-deutsche-autorinnen-12486713/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </description><category>amazon</category><category>digital-publizieren</category><category>kindle-direct-publishing</category><comments>http://autorenschrittmacher.blog.de/2012/01/19/self-publishing-via-amazon-chance-deutsche-autorinnen-12486713/#comments</comments></item><item><title>Abgelehnt: Sinn und Notwendigkeit einer Rubrik. Erwartungen an eine Literaturagentur</title><link>http://autorenschrittmacher.blog.de/2012/01/17/abgelehnt-sinn-notwendigkeit-rubrik-erwartungen-literaturagentur-12474074/</link><guid isPermaLink="false">tag:autorenschrittmacher.blog.de,2012-01-17:/2012/01/17/abgelehnt-sinn-notwendigkeit-rubrik-erwartungen-literaturagentur-12474074/</guid><pubDate>Tue, 17 Jan 2012 17:12:17 +0100</pubDate><description>	&lt;p&gt;Es ist richtig, die Beiträge in der Rubrik &lt;a href="http://autorenschrittmacher.blog.de/tags/abgelehnt/mostread/"&gt;Abgelehnt&lt;/a&gt; bewegen sich oft am Rande des Zumutbaren. Es ist richtig, AutorInnen sollten von einer Agentin Respekt erwarten und ihr vertrauen können. Es ist richtig, eine Agentin widmet sich vordringlich folgenden Dingen: AutorInnen, &lt;a href="http://www.partner-propaganda.de/autoren/"&gt;die sie vertritt&lt;/a&gt;, zu betreuen und deren Manuskripte zu vermitteln. Submissions vorzubereiten. Verträge, Fristen und Konditionen auszuhandeln. &lt;a href="http://autorenschrittmacher.blog.de/2011/06/06/ganz-klar-dealbreaker-vertraege-e-book-rechte-gar-mehr-mehr-20-duerfen-11271593/"&gt;Entwicklungen auf dem E-Book-Markt &lt;/a&gt;im Auge zu behalten und sich über digitale Verwertungsmodelle zu informieren. Die &lt;a href="https://plus.google.com/u/0/107458890817427733277/posts#107458890817427733277/posts"&gt;Aktivitäten ihrer AutorInnen im Netz &lt;/a&gt;und im Leben zu verfolgen. Neue Manuskripte,  Stipendiums- und andere Bewerbungen ihrer AutorInnen zu lesen und zu kommentieren. Zahlungseingänge zu überwachen und Honorarabrechnungen zu verschicken. Präsenz auf Buchmessen und Literaturveranstaltungen zu zeigen. Sich mit Produzenten und Hörbuchverlegern zu treffen. Den Überblick über Branchenpolitisches, Veränderungen auf dem Buchmarkt und personelle Veränderungen in den Verlagshäusern zu bewahren.  Und sich über all diese Dinge mit ihren AutorInnen auszutauschen, auf dass sie zu mündigen AutorInnen werden, die sich nicht von den Legenden und &lt;a href="http://autorenschrittmacher.blog.de/tags/LiteraturBetriebsLegenden/"&gt;Mythen des Literaturbetriebs &lt;/a&gt;blenden lassen, die Vernebelungsmanöver und &lt;a href="http://autorenschrittmacher.blog.de/tags/zuschussverlage/mostread/"&gt;Vanity-Verlage &lt;/a&gt;durchschauen und lernen, die richtigen Fragen zu stellen. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Diese Aufgaben betreffen aber vor allem eine Gruppe von AutorInnen: Diejenigen, die bei einer Agentur unter Vertrag sind. Die dadurch einen Exklusivanspruch auf diese Leistungen haben. Aber dann gibt es ja noch eine weitere, wesentlich größere Gruppe von AutorInnen: Diejenigen, die diesen Status anstreben. Gelesen, vertreten, publiziert zu werden. Und dabei einen von zwei Wegen einschlagen. Sie bieten ihr Manuskript direkt einem Verlag an, oder sie versuchen es über eine Agentur. &lt;a href="http://autorenschrittmacher.blog.de/2012/01/17/abgelehnt-sinn-notwendigkeit-rubrik-erwartungen-literaturagentur-12474074/page/2/"&gt;weiterlesen &gt;&gt;&lt;/a&gt;  &lt;br&gt;
Wie groß die Unkenntnis über die vermeintlichen Spielregeln des Literaturbetriebs ist, wie groß der Bedarf ist, Tipps und Hinweise zu allen relevanten Aspekten und Schritten des Publikationsprozesses zu erhalten respektive sich darüber auszutauschen, zeigt der Boom von Schreibratgebern oder der Verkehr auf Onlineforen wie &lt;a href="http://www.literaturcafe.de/"&gt;Literaturcafe&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://autorenforum.montsegur.de/cgi-bin/yabb/YaBB.pl"&gt;Autorenforum Montsegur &lt;/a&gt; oder &lt;a href="http://www.uschtrin.de/ai.html"&gt;www.uschtrin.de&lt;/a&gt; (die ich jedem ratsuchenden Autor, jeder ratsuchenden Autorin immer wieder ans Herz lege und am liebsten zur Pflichtlektüre erklären würde. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Einer der Kritikpunkte, den die Rubrik „Abgelehnt“ hervorgerufen hat, ist die Frage, ob eine Agentin ihre Ablehnungsmails wirklich öffentlich machen muss. Ein anderer, ob sie nicht andere Dinge zu tun haben müsste, als solche Beiträge zu verfassen. Der ethischen Bedenklichkeit versuche ich, durch Anonymisierung, Kürzung und Verfremdung der zitierten Passagen entgegen zu steuern. Und gebe mit der Veröffentlichung implizit Antwort auf die zweite Frage: Ob sie nicht andere Dinge zu tun hätte, die Agentin. Hat sie. Und um sich den Freiraum zu verschaffen, diesen anderen Aufgaben nachzukommen, gibt es den Autorenschrittmacher, die automatische Vorzimmerdame  der &lt;a href="http://www.partner-propaganda.de/"&gt;Literaturagentur Partner + Propaganda&lt;/a&gt;. Damit die Agentin dazu kommt, den oben genannten Aufgaben nachzugehen, statt permanent dieselben Fragen nach Autorenvita, Exposé, Genres etc. beantworten zu müssen. Was sie an und für sich gerne tut. Denn, wie oben erwähnt, ein Ziel der Agentur besteht ja darin, Transparenz über die Produktionsbedingungen auf dem Buchmarkt herzustellen. Also tippt sie hin und wieder einen Beitrag, der einem anhand eingehender Anfragen identifizierten Informationsbedürfnis oder  -mangel  entspricht. Um nicht nur einer Person privilegiert Auskunft zu erteilen, sondern allen, die diese Frage umtreibt, Zugang dazu zu ermöglichen. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Viel einfacher wäre es natürlich, auf Anfragen, die eklatant den Hinweisen zur Manuskripteinsendung widersprechen, keine oder vorgestanzte, formale Absage zu verschicken. Ich halte aber recht wenig von der magischen Aufwertung des Literaturbetriebs durch Abschottung und das schweigende Bewahren von Herrschaftswissen. Im Gegenteil, statt den oder die AutorIn zu Spekulationen über vermeintlich literarische Kriterien für die Ablehnung zu veranlassen, halte ich die Offenlegung (oft extrem trivialer) außerliterarischer Kriterien für wesentlich hilfreicher. Bliebe natürlich die Frage nach dem Tonfall. Ja, das ist richtig, Häme und Arroganz sind hier fehl am Platz. Die veröffentlichten Beispiele sind verkürzt und zugespitzt wiedergegeben und verfügen im Original meistens über einen modifizierenden Anteil. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Bleibt abschließend zu sagen: An sechs von sieben Tagen erhalten AutorInnen sachliche, möglichst konstruktive und möglichst freundliche Absagen. An einem von sieben Tagen in einem von zwölf Monaten provoziert die Agentin Diskussionen wie diese, indem sie einige besonders illustrative oder repräsentative Beispiele anonymisiert zugänglich macht. In der Hoffnung, dass der Anteil derjenigen, deren nächstes Anschreiben vom instruktiven Anteil der Kategorie profitiert, den Anteil derer, die am Tonfall Anstoß nehmen, überwiegt. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://autorenschrittmacher.blog.de/2012/01/17/abgelehnt-sinn-notwendigkeit-rubrik-erwartungen-literaturagentur-12474074/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </description><category>literaturagentur</category><category>abgelehnt</category><category>manuskriptangebot</category><comments>http://autorenschrittmacher.blog.de/2012/01/17/abgelehnt-sinn-notwendigkeit-rubrik-erwartungen-literaturagentur-12474074/#comments</comments></item><item><title>Abgelehnt: Im Genre-Karussell</title><link>http://autorenschrittmacher.blog.de/2012/01/16/abgelehnt-genre-karussell-12468309/</link><guid isPermaLink="false">tag:autorenschrittmacher.blog.de,2012-01-16:/2012/01/16/abgelehnt-genre-karussell-12468309/</guid><pubDate>Mon, 16 Jan 2012 22:05:51 +0100</pubDate><description>	&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;(...) für meinen ersten Roman 'ABC'  - Krimi, Liebesgeschichte, ethnologischer Heimatroman - suche ich einen Agenten.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
	&lt;p&gt;Ist es voreilig, allein aufgrund dieser drei präzisen Angaben eine Absage abzuleiten, ohne auch nur eine Zeile des Exposés oder des Texts gelesen zu haben? Nein. Im Gegenteil, die Einsenderin kommt jedem Agenten, jeder Lektorin, die diese Anfrage in die Hände bekommen, sogar entgegen: Sie grenzt ganz klar mögliche Genrezuschreibungen ihres Manuskripts ein. Und macht die Entscheidung - in meinem Falle - dadurch sehr einfach, da sie mit diesen Genrezuschreibungen leider drei Ausschlusskriterien erfüllt: Krimi, Liebesgeschichte und Heimatroman = Genreliteratur. Und Genreliteratur vertritt Partner + Propaganda nicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://autorenschrittmacher.blog.de/2012/01/16/abgelehnt-genre-karussell-12468309/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </description><category>abgelehnt</category><category>literaturagentur</category><category>manuskriptangebot</category><comments>http://autorenschrittmacher.blog.de/2012/01/16/abgelehnt-genre-karussell-12468309/#comments</comments></item><item><title>Abgelehnt: Wilde Versprechungen</title><link>http://autorenschrittmacher.blog.de/2012/01/16/abgelehnt-wilde-versprechungen-12466860/</link><guid isPermaLink="false">tag:autorenschrittmacher.blog.de,2012-01-16:/2012/01/16/abgelehnt-wilde-versprechungen-12466860/</guid><pubDate>Mon, 16 Jan 2012 17:42:18 +0100</pubDate><description>	&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Ich versichere Ihnen, dass bis jetzt niemand so tief in die Seele von XX geschaut hat wie ich. Als Leseprobe habe ich das Kapitel beigefügt, dass den Lesern am meisten schockieren wird.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
	&lt;p&gt;Was ganz offensichtlich dazu angedacht ist, die Agentin neugierig zu machen, sie von der Authentizität zu überzeugen und ihr ein Vermarktungspotenzial - Schockwirkung! - zu suggerieren, geht in diesem Falle leider nach hinten los. Als Agentin möchte ich nicht, dass mir &lt;em&gt;AutorInnen&lt;/em&gt; etwas versichern, sondern dass mir &lt;em&gt;der Text&lt;/em&gt; etwas zeigt. Natürlich darf das Anschreiben eine Ahnung davon vermitteln, was mich im Text erwartet - aber schockieren, überzeugen oder ob seiner Authentizität beeindrucken muss er mich dann schon selber. Was die Wahl der Leseprobe angeht, gibt es sicher unterschiedliche Vorstellungen, ich jedenfalls möchte nicht notwendigerweise das spektakulärste Kapitel lesen, sondern den Anfang. (Gleichwohl ich im Zweifelsfall natürlich auf Basis des letzten Kapitels immer noch den gesamten Text anfordern kann, um das Bild zu vervollständigen.)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://autorenschrittmacher.blog.de/2012/01/16/abgelehnt-wilde-versprechungen-12466860/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </description><category>manuskriptangebot</category><category>abgelehnt</category><category>literaturagentur</category><comments>http://autorenschrittmacher.blog.de/2012/01/16/abgelehnt-wilde-versprechungen-12466860/#comments</comments></item><item><title>Abgelehnt: Dem Klischee auf den Leim gegangen</title><link>http://autorenschrittmacher.blog.de/2012/01/16/abgelehnt-klischee-leim-gegangen-12466764/</link><guid isPermaLink="false">tag:autorenschrittmacher.blog.de,2012-01-16:/2012/01/16/abgelehnt-klischee-leim-gegangen-12466764/</guid><pubDate>Mon, 16 Jan 2012 17:24:47 +0100</pubDate><description>	&lt;p&gt;Leider gehen Sie erzählerisch nicht sorgfältig genug mit Ihrem schönen Stoff um, und hin und wieder gehen die Klischeebilder mit Ihnen durch:&lt;/p&gt;
	&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;„Ab und zu knackte ein Zweig unter den Pfoten eines Tieres. Einmal glaubte ich, den Schatten eines Rehs vorüber huschen gesehen zu haben. Eine Eule rief in die Waldschwärze hinein.“ &lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
	&lt;p&gt;Das wirkt wie ein Copy &amp; Paste-Absatz aus einem (schlechten) Ratgeber „Mit Natur Stimmungen erzeugen, Teil 1: Der Wald". Ja, ich bin ein bisschen gemein gerade, aber das liegt vermutlich daran, dass ich ein bisschen enttäuscht bin, dass Sie mit Ihrem schönen Stoff so nachlässig umgehen. (Natürlich basiert die - vorläufige - Absage in diesem Fall nicht allein auf der zitierten Textpassage, sie dient allein zur Illustration der geäußerten Kritik. Im weiteren Verlauf der Mail erfolgt eine konkrete Textkritik und das Angebot an den Autor, den Text nach einer Überarbeitung erneut zu prüfen.)
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://autorenschrittmacher.blog.de/2012/01/16/abgelehnt-klischee-leim-gegangen-12466764/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </description><category>manuskriptangebot</category><category>abgelehnt</category><category>literaturagentur</category><comments>http://autorenschrittmacher.blog.de/2012/01/16/abgelehnt-klischee-leim-gegangen-12466764/#comments</comments></item><item><title>Abgelehnt: Vorsicht mit der Etikettierung</title><link>http://autorenschrittmacher.blog.de/2012/01/16/abgelehnt-vorsicht-etikettierung-12466754/</link><guid isPermaLink="false">tag:autorenschrittmacher.blog.de,2012-01-16:/2012/01/16/abgelehnt-vorsicht-etikettierung-12466754/</guid><pubDate>Mon, 16 Jan 2012 17:19:46 +0100</pubDate><description>	&lt;p&gt;Oft geht der Versuch, vermeintlich marktrelevante Aspekte anzuführen, die &lt;em&gt;für&lt;/em&gt; ein Manuskript sprechen, leider nach hinten los. Als Agentin interessiert mich ein Manuskript nicht deswegen, weil es &lt;em&gt;brandaktuell&lt;/em&gt; ist, ein &lt;em&gt;Tabuthema&lt;/em&gt; oder den &lt;em&gt;Nerv der Zeit&lt;/em&gt; berührt. Möglicherweise stimmt das sogar. Aber das will ich selbst entscheiden, und zwar &lt;em&gt;nach&lt;/em&gt; der Lektüre. Was mich interessiert, ist eine gut erzählte und überzeugend motivierte Geschichte. Von einem Anschreiben und einem Exposé erwarte ich Aufschluss darüber, inwiefern ein Manuskript diesen Anspruch inhaltlich und erzählerisch einlösen kann. Brandaktuell darf es dann gerne sein, auch ein Tabuthema oder den Nerv der Zeit berühren. Aber wenn diese Eigenschaften - und ausschließlich diese Eigenschaften - so reißerisch auf dem Etikett stehen, bestärkt mich das in meiner Überzeugung, nicht die richtige Adresse für dieses Manuskript zu sein. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://autorenschrittmacher.blog.de/2012/01/16/abgelehnt-vorsicht-etikettierung-12466754/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </description><category>manuskriptangebot</category><category>literaturagentur</category><category>abgelehnt</category><comments>http://autorenschrittmacher.blog.de/2012/01/16/abgelehnt-vorsicht-etikettierung-12466754/#comments</comments></item><item><title>Buchmesse, Tag 4: Leipziger und norwegische Perspektiven &amp; ein Nikolaus für Frau Rudloff</title><link>http://autorenschrittmacher.blog.de/2011/10/14/buchmesse-tag-4-falsches-geschlecht-norwegische-perspektiven-nikolaus-frau-rudloff-12014143/</link><guid isPermaLink="false">tag:autorenschrittmacher.blog.de,2011-10-14:/2011/10/14/buchmesse-tag-4-falsches-geschlecht-norwegische-perspektiven-nikolaus-frau-rudloff-12014143/</guid><pubDate>Fri, 14 Oct 2011 13:48:37 +0200</pubDate><description>	&lt;p&gt;Jedes Jahr auf der Frankfurter Buchmesse denke ich über eine Geschlechtsumwandlung nach. Immer dann, wenn ich mich vor dem Agents Center in die Toilettenschlange einreihe. Früher bin ich in solchen Situationen manchmal einfach ins Jungsklo marschiert. Hier eher nicht. Wenn dann allerdings anhand der aufgeschnappten Gesprächsfetzen in der Schlange ein ganz eigenes Bild von dieser Buchmesse entsteht, fühlt sich´s doch nicht mehr so falsch an im weiblichen Körper. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Weil Lars Claaßen, Suhrkamp, schon zum früheren Termin mit seinem Kollegen Thomas Halupczok mitkommt, habe ich nach Katja Sämann, Rowohlt, und Martina Igel, btb, eine halbe Stunde frei. Ich nutze die Gelegenheit, um mich bei Andrea Wildgruber, Agence Hoffman, nach dem Status Quo der deutschsprachigen Rechte von &lt;em&gt;Norwegian for the Night&lt;/em&gt; zu erkundigen. Wird gut angefordert. Wenn demnächst eine Flasche Champagner aus München kommt, bedeutet das, dass die deutsche Übersetzung nächstes oder übernächstes Jahr im deutschen Buchhandel erhältlich sein wird... Hella Reese, dtv, hat angefangen. Erst erzählt sie mir von &lt;em&gt;Good bye, Leningrad &lt;/em&gt;vor, das in der kommenden Saison bei dtv erscheinen wird, dann schwärmt sie von Florescus &lt;em&gt;Zaira&lt;/em&gt;, und schwupps sind wir dabei, uns gegenseitig Bücher zu empfehlen, bis wir bei den antiautoritären &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Birne_(Herburger)"&gt;Birne-Kinderbüchern &lt;/a&gt;der 70er und in Chotjewitzens &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_O._Chotjewitz"&gt;Itschi hat ein Floh im Ohr und Datschi hat ne Meise&lt;/a&gt; landen. Der nächste Termin gibt mir durch Nichterscheinen Zeit zum Bloggen. Bis plötzlich eine hier nicht zu identifizierende sehr elegante Person an meinem Tisch auftaucht und Erkundigungen über einen hier nicht zu identifizierenden Titel einholt. Was unmittelbar eindringliche Telefonate und dringliche Mails meinerseits auslöst. Selten drängt die 007-Nummer in mir so stark nach außen, ein kleines Stückchen subversive Unterwanderung im ansonsten eher selten legendentauglichen Agenturbetrieb. Passenderweise ist mein nächster Termin ein Filmproduzent, den vor allem meine eher skurril-aberwitzigen Stoffe wie &lt;a href="http://www.partner-propaganda.de/simon/"&gt;Prinzessböhnchen&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.partner-propaganda.de/sanatanas/"&gt;Liebesmaschine&lt;/a&gt; und Emirs &lt;a href="http://www.partner-propaganda.de/pyramiden/"&gt;Pyramiden-Story&lt;/a&gt; interessieren. Da auch der nächste Termin ausfällt, kommt Janina Fleischer, LVZ, etwas früher, statt in x-ter Version über die Neuerscheinungen und Preise dieses Bücherherbstes zu berichten, sprechen wir über die Produktionsbedingungen des Literaturbetriebs im Allgemeinen und das Wirken der Leipziger Akteure - &lt;a href="http://www.buchfunk.de/"&gt;Buchfunk&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://text-manufaktur.de/"&gt;Textmanufaktur&lt;/a&gt;, Ecki Pietsch u.a, in diesem Zusammenhang auch &lt;a href="http://www.partner-propaganda.de"&gt;Partner + Propaganda&lt;/a&gt; - in Frankfurt im Besonderen. Nimmt man noch &lt;a href="http://www.deutsches-literaturinstitut.de/"&gt;DLL&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://www.poetenladen.de/"&gt;Poetenladen&lt;/a&gt; dazu, ließe sich angesichts der Genannten über Leipzig sagen: Wir können alles, außer Verlag. Wenn man bösartig wäre. Doch bevor man dazu kommt, kommen Christine Steffen-Reimann und Andrea Müller von Droemer Knaur, mein letzter offizieller Buchmessetermin. Im Anschluss esse ich wehmütig die letzten verbleibenden Gummibärchen, räume mein Schließfach im Agents Center leer, und bitte Herrn Teiting um Aufschub, was meine Berichterstattung angeht, bevor ich Susanne Rudloff zum Dank und zum Abschied den mit Sicherheit ersten Schokoladenweihnachtsmann dieser Saison vorbeibringe und das Messegelände für dieses Jahr hinter mir lasse. Nach einem ausgesprochen unterhaltsames Abendessen mit der Diogenes-Crew und Astrid Rosenfeld verbringe ich einen unangemessenen Teil der verbleibenden Nacht in der Schlange vor dem Sinkkasten, um zur Party der jungen Verlage zu gelangen. Hier endet der offizielle Teil der Messeberichterstattung, um erst am Samstagmorgen in dem Moment wieder einzusetzen, in dem Frau Kraus meine Zustimmung erbittet, mich zum Abschied umarmen zu dürfen. Sie darf. To be continued.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://autorenschrittmacher.blog.de/2011/10/14/buchmesse-tag-4-falsches-geschlecht-norwegische-perspektiven-nikolaus-frau-rudloff-12014143/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </description><category>agents-center</category><category>frankfurter-buchmesse</category><comments>http://autorenschrittmacher.blog.de/2011/10/14/buchmesse-tag-4-falsches-geschlecht-norwegische-perspektiven-nikolaus-frau-rudloff-12014143/#comments</comments></item><item><title>Buchmesse, Tag 3: E-Book Rights, Sprudel mit Astrid und Hunsrücker Spießbraten</title><link>http://autorenschrittmacher.blog.de/2011/10/14/buchmesse-tag-3-e-book-rights-sprudel-astrid-gelaechter-ac-12013322/</link><guid isPermaLink="false">tag:autorenschrittmacher.blog.de,2011-10-14:/2011/10/14/buchmesse-tag-3-e-book-rights-sprudel-astrid-gelaechter-ac-12013322/</guid><pubDate>Fri, 14 Oct 2011 10:46:34 +0200</pubDate><description>	&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.blog.de/media/photo/frankfurt_8_uhr_morgens/5939087" title="Frankfurt 8 Uhr morgens"&gt;&lt;img src="http://data7.blog.de/media/087/5939087_d1cd9f9b94_m.jpeg" alt="Frankfurt 8 Uhr morgens"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Opfere das Frühstück mit Frau Kraus einer zusätzlichen Stunde Schlaf, zur Strafe kommt aus dem Heißwasserhahn der Dusche kein Wasser mehr. Also kalt und belegtes Brötchen einer ungenannt bleibenden Bäckereikette, die mit dem Nostalgiefaktor und dem heimischen Geruch frisch gebackener Brötchen wirbt. Essbar. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Mit Günther Opitz, DTV, spreche ich lange über &lt;a href="http://www.partner.propaganda.de/simon"&gt;Axel Simon&lt;/a&gt;, außerdem interessiert er sich für Christina Scheuers &lt;a href="http://www.partner-propaganda,de/scheuer"&gt;Synapsenkollaps&lt;/a&gt; und fragt höchst interessiert nach, als ich meinen Kompagnon, Herrn Teiting, erwähne. Er hat vor Jahren etwas von ihm gelesen, das ihm im Gedächtnis geblieben ist. Katharina Hoffmann versucht Ordnung ins programmatische Sammelsurium der SZ Edition zu bringen, mit passenden Sachbuchtiteln kann ich ihr allerdings zur Zeit nicht dienen. Kurzer Abstecher zu den internationalen Verlagen, Seid Serdarevic schlägt mir vor, als deutsche Sub Agency für &lt;a href="http://www.fraktura.hr/"&gt;Fraktura&lt;/a&gt; zu agieren. Seid hat ein beeindruckendes literarisches Programm und ich komme zu spät zurück ins Agents Center, wo Guido Lang von &lt;a href="http://mintright.com/"&gt;Mint Rights&lt;/a&gt; schon auf mich wartet. Die zunehmende separate Vermarktung von E-Book-Rechten durch Agenturen ist ein so heißes Thema, dass ich es in einem separaten Beitrag abhandeln werde. Mit der Fritz Agency hat er natürlich auch schon gesprochen. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Dank Sandra Henrici, Kiwi, die kurzfristig absagt, habe ich ein Stündchen Pause, das ich bei einer Flasche Wasser mit Astrid Rosenfeld auf dem Mäuerchen vor dem Wasserbassin verbringe. 80 &lt;a href="http://www.diogenes.ch/leser/neuebuecher/hardcover/alle/9783257067729/buch"&gt;Adams Erbe&lt;/a&gt;-Lesungen wird sie zwischen Februar und Dezember 2011 hinter sich gebracht haben, dann steht erst mal das Neue auf dem Plan. Aber heute muss Astrid erst nochmal Champagner im Frankfurter Hof trinken gehen (wenn da schon der Tee sieben Euro kostet...) Gestern noch voller Unverständnis, wie es zu Doppelbuchungen kommen kann, wundere ich mich, als bei meiner Rückkehr ins Agents Center ein Herr und eine Dame &lt;em&gt;meinen&lt;/em&gt; Tisch okkupiert haben. Die Dame ist mein Termin Cornelia Mechler, Benteli Verlag. Der Herr ist mein Termin Thomas Kraft, Langen Müller Herbig. Ich lästere nie wieder über Doppelbucher! Herr Kraft überlässt Cornelia und mir ein paar &lt;em&gt;seiner&lt;/em&gt; Minuten und berichtet mir im Anschluss über seine programmatische Neuaufstellung im Hause Langen Müller Herbig und dass Herr Fleißner nun wirklich keine verlegerische Rolle mehr spielt, wenngleich das natürlich noch keine Auskunft über die Besitz- und Vermögensverhältnisse liefere. Ob er dieses Gespenst häufiger abwehren muss? Jedenfalls will er sich Anke Stelling anschauen.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Was jetzt kommt, zählt nicht mehr unter Buchmessetermin, sondern kann als Performance durchgehen. Martin Mittelmeier, Luchterhand, ist gerade erst angereist und dementsprechend ausgeruht. Der Anteil des Verkaufsdialogs an unserem Gespräch gegenüber den unkontrollierten Lachattacken tendiert gegen 20%. Trotzdem weiß ich hinterher um sein Leid, dass Sherko Fatahs &lt;a href="http://www.randomhouse.de/book/edition.jsp?edi=377924"&gt;Ein weißes Land&lt;/a&gt; angesichts des Buchpreis-Hypes so unter den Tisch fällt, und habe ihm &lt;a href="http://www.partner-propaganda.de/kuhl"&gt;Blindgänger&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.partner-propaganda.de/scheuer"&gt;Synapsenkollaps&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://"&gt;Pfeile&lt;/a&gt; über den Tisch geschoben. Und im Anschluss offenbart mir Vanessa Wieser vom Milena Verlag noch die bisher nicht bedachte subversive Kärntner Perspektive auf Goran Vojnovics &lt;a href="http://www.partner-propaganda,de/vojnovic"&gt;Cefurji raus!&lt;/a&gt;, einen Roman aus dem umstrittenen Nachbarland Slowenien, der seinem Autor eine Klage des stellvertretenden Polizeipräsidenten eingebracht hat. Weswegen sie ihn dann auch zur Prüfung anfordert. Dann kurze Visite am kroatischen Stand, unter lauter Lederbejackten oder befrackten kroatischen Funktionären habe ich Mühe, meine Autorin Ivana Bodrozic und Lina Muzur, Zsolnay Verlag, zu finden. Wir sind der einzige Tisch, an dem kein Mann das Sagen hat und von dem lautes Gelächter ausgeht. Zurück im Agents Center freut es mich, dass Leif Greinus, &lt;a href="http://www.voland-quist.de"&gt;Voland &amp; Quist&lt;/a&gt;, trotz ursprünglicher Absage sich nun doch an Robert Lucas Sanatanas´ &lt;a href="http://www.partner-propaganda.de/sanatanas"&gt;Liebesmaschine&lt;/a&gt; festgebissen zu haben scheint.Kurz vor Messeschluss dann noch mein traditioneller Abstecher zu Katharina und Hanna bei Nautilus, wo ich mit Christian Geschke in den nächsten Leipziger mit gemeinsamer Off-Theatervergangenheit treffe. Jetzt reist er als Vertreter für die Vertreibskooperation, der auch Nautilus angehört. Hanna und Katharina zeigen sich so beeindruckt von den wilden Off-Theater-Kämpfen am Poetischen Theater in Leipzig Anfang der 90er, dass sie sogar in Erwägung ziehen, das damals praktizierte Verspeisen von Verträgen als Performance in die Jubiläumsfeierlichkeiten von 50 Jahren &lt;a href="http://www.edition-nautilus.de/news/news.html"&gt;Edition Nautilus&lt;/a&gt; aufzunehmen. Ich fahre mit der U-Bahn zum Merianplatz, wo ein guter Frankfurter Freund mich zu Original Hunsrücker Spießbraten mit Bratkartoffeln eingeladen hat, während er brät, lasse ich mit seinem Sohn Luftballonpropeller an die Decke steigen. Mit dem mir selbst glaubhaft versicherten Vorsatz, danach zur S.-Fischer-Party zu fahren, lege ich mich kurz aufs Bett, bis die frisch gewaschenen Haare getrocknet sind...
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://autorenschrittmacher.blog.de/2011/10/14/buchmesse-tag-3-e-book-rights-sprudel-astrid-gelaechter-ac-12013322/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </description><category>agents-center</category><category>frankfurter-buchmesse</category><comments>http://autorenschrittmacher.blog.de/2011/10/14/buchmesse-tag-3-e-book-rights-sprudel-astrid-gelaechter-ac-12013322/#comments</comments></item><item><title>Buchmesse, Tag 2: Frau Kraus in der DDR, Bible-Apps &amp; ein geborgter Knirps</title><link>http://autorenschrittmacher.blog.de/2011/10/13/buchmesse-tag-2-geborgter-knirps-12008468/</link><guid isPermaLink="false">tag:autorenschrittmacher.blog.de,2011-10-13:/2011/10/13/buchmesse-tag-2-geborgter-knirps-12008468/</guid><pubDate>Thu, 13 Oct 2011 11:54:02 +0200</pubDate><description>	&lt;p&gt;
&lt;a title="Frau Kraus" href="http://www.blog.de/media/photo/frau_kraus/5939088"&gt;&lt;img src="http://data7.blog.de/media/088/5939088_5b19522d96_s.jpeg" alt="Frau Kraus"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Schaffe es tatsächlich, um 6:45 die erste in der Etagendusche zu sein und die erste im fensterlosen Frühstücksraum, wo Frau Kraus schon Kaffee gekocht hat und Zeitung liest. Nach 2 Scheiben Graubrot mit Honig und Schmelzkäse und 2 Tassen Kaffee weiß ich, wie Frau Kraus einmal die Autobahnabfahrt in der DDR verpasst hat, weil sie nach einem Unfall ein zugeschwollenes Auge und dadurch ein eingeschränktes Sichtfeld hatte. Und dass Frau Kraus einst ganz oben im Leipziger Unihochhaus getanzt und die strenge DDR-Regelung, derzufolge bei Musikveranstaltungen 60 Prozent der Programmfolge mit Musikproduktionen aus der DDR und dem sozialistischen Ausland bestritten werden mussten, ausgehebelt hat und daraufhin Besuch von einem Stasimann bekam, der das allerdings bereut haben dürfte, da sie ihm taktisch ein Ohr abkaut. Und wie ein westdeutscher Messebesucher sich im Coffeebaum um Kopf und Kragen gequatscht hat, ohne sich gewahr zu sein, dass Frau Kraus ebenfalls im Raum war. Und dass die Buchmesse, diesmal die Frankfurter, ein lukratives Geschäft für Gaunerbanden aus Südamerika bietet, die eigens zu diesem Anlass nach Frankfurt reisen, um betrunkene Messegäste auszunehmen, und den Flug damit offensichtlich locker bestreiten können. Noch eine Scheibe Graubrot schaffe ich nicht, weitere Frau Kraus Geschichten müssen warten und ich zur Buchmesse.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Den Biomarkt im Bahnhof gibt es nicht mehr, also keine Physalis für die Besucher von Tisch 2Q im Agents Center, dafür Kekse und Salbeibonbons. Diskussion mit Margit Jugo, wie sich der gerade erschienenen &lt;a href="http://www.randomhouse.de/book/edition.jsp?ch coverMode=Y&amp;serviceAvailable=true&amp;edi=375532"&gt;Kusturica-Biographie&lt;/a&gt; am wirkungsvollsten entgegenwirken lässt, mit der Erkenntnis, dass wir uns wahrscheinlich von hinten durch die Brust annähern müssen, über Balkanklischees von Balkanpop über Slivovitz bis zu Dingen, die den Balkanesen angeblich im Blut liegen. Karsten Kredel, Suhrkamp, unterstützt meine U.S.-Expansionspläne mit dem Hinweis, dass durchaus nicht wenige U.S. Agencies auf der Suche nach deutschen Sub-Agencies sind, dafür lege ich natürlich auch ihm &lt;em&gt;Norwegian for the Night &lt;/em&gt;ans Herz. (Ich darf nicht vergessen, Freitagabend bei der Agence Hoffmann vorbeizugehen und mich zu erkundigen, ob sie eine verstärkte Nachfrage nach dem Titel verzeichnen können...) Mit Martin Kordic, Dumont, diskutiere ich &lt;em&gt;nicht&lt;/em&gt; über den Weggang von Charlotte Roche, sondern über E-Book-Lizenz- und Distributionsmodelle und warum Jan Brandts &lt;a href="http://www.dumont-buchverlag.de/buch/Jan_Brandt_Gegen_die_Welt/9016"&gt;Gegen die Welt &lt;/a&gt;ohnehin nie als E-Book erscheinen wird. Am Diogenes Stand empfängt mich eine überlebensgroße Astrid Rosenfeld, und zwar gleich doppelt, im Eingangsbereich und strategisch klug hinter dem Tisch, an dem die Lizenzverhandlungen geführt werden. Mein Ullsteintermin mit Ulrike Ostermeyer entfällt wegen Doppelbuchung, stattdessen kommt Dagmar Schruf kurz an meinem Tisch vorbei, bevor ich mich zum Vortrag &lt;a href="http://de.book-fair.com/fbf/programme/calendar_of_events/detail.aspx?PageRequestId=784f21b9-e165-4e39-b13d-b9c0d114624a&amp;a1850834-d682-44a4-9b98-1ff33a3bcb5c=cb115fe5-da93-46ed-aaee-61f219671815"&gt;Licensing Models for Digital Rights&lt;/a&gt; aufmache, um dort u.a. die durchaus attraktive Möglichkeit zu erhalten, von einer spanischen Agentin die Lizenz für eine Bible-App zu erwerben. Von den Podiumsteilnehmern wüsste sie gerne, wie hoch sie die Lizenzgebühr ansetzen sollte. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Mit Petra Gropp, S. Fischer, spreche ich über &lt;a href="http://www.partner-propaganda.de/stelling"&gt;Anke Stelling&lt;/a&gt;, Clemens Meyers neuen Roman im Ludenmilieu und Nuran David Calis; mit Andreas Reichardt von U-Books über die Notwendigkeit, das deutsche Cover und den deutschen Titel von Emir Imamovics Roman der Erwartungshaltung der U-Books Leserschaft anzupassen. Weswegen der Roman jetzt &lt;a href="http://www.ubooksshop.de/product_info.php/info/p696_Partisanenkuehe---Emir-Imamovi--263--Pirke.html"&gt;Partisanenkühe&lt;/a&gt; heißen und eine Kuh mit rotem Barett auf dem Cover haben wird. Nach dem traditionellen Besuch beim Verbrecher Verlag, um Jörg Sundermeier wegen Dasa Drndic auf die Füße zu treten, treffe ich bei Voland &amp; Quist noch auf Johannes und David von &lt;a href="http://www.buchfunk.de/%C3%BCber-uns/"&gt;Buchfunk&lt;/a&gt;, alte Bekannte aus Leipzig, denen es tatsächlich gelingt, mich ein bisschen neidisch auf ihre Unterkunft im &lt;em&gt;Goldenen Ochsen&lt;/em&gt; in Aschaffenburg zu machen. Aber dann denke ich schnell an Frau Kraus und die Frühstücksgespräche morgen und bin nicht mehr neidisch. Sondern gehe zunächst meine schwere Tasche in der Pension Aller ausleeren, borge mir von Frau Kraus einen Original 60er-Jahre Knirps, damit ich trocken zur Rowohlt Party komme. Die ich erst gegen drei Uhr verlasse, was dazwischen liegt, soll unberichtet bleiben.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://autorenschrittmacher.blog.de/2011/10/13/buchmesse-tag-2-geborgter-knirps-12008468/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </description><category>agents-center</category><category>frankfurter-buchmesse</category><comments>http://autorenschrittmacher.blog.de/2011/10/13/buchmesse-tag-2-geborgter-knirps-12008468/#comments</comments></item><item><title>Buchmesse, Tag 1: 10 Termine, kein Ticket &amp; eine Packung Salbeibonbons</title><link>http://autorenschrittmacher.blog.de/2011/10/11/erfaehrt-frankfurter-hof-menschen-gespraechspartner-vorher-bilder-googeln-erkennen-erhoehter-bedarf-12000491/</link><guid isPermaLink="false">tag:autorenschrittmacher.blog.de,2011-10-11:/2011/10/11/erfaehrt-frankfurter-hof-menschen-gespraechspartner-vorher-bilder-googeln-erkennen-erhoehter-bedarf-12000491/</guid><pubDate>Tue, 11 Oct 2011 20:26:52 +0200</pubDate><description>	&lt;p&gt;Erst fährt man mit der Bahn nach Frankfurt. Kommt natürlich zu spät an. Im Frankfurter Hof dann auch, obwohl man mit dem Taxi dahin fährt. Wo man dafür einiges er-fährt. Im Frankfurter Hof. Dass in Konzernverlagen nicht nur Personal Karussel fährt und Köpfe rollen, sondern auch ein munterer Imprinthandel im Gange ist (Pipers neues Label heißt Claassen und gehörte früher Ullstein). Dass auch andere Menschen ihre Gesprächspartner vorher Bilder-Googeln, um sie zu erkennen, und eine Gesichtserkennungs-App zum schnelleren Auffinden (oder effektiven Vermeiden) bestimmter Gesprächspartner darf träfe. Dass auch andere Menschen innovative Ideen entwickeln, um eine ungestörte Gesprächsecke aufzutun (mit Birgit Schmitz und Ursula Bergenthal besetze ich einfach das große blaue Sofa mit Blick auf das Eingangsportal), die Aufzüge im Frankfurter Hof sollen da eine bisher ungeahnte Rolle spielen. Dass ein Tee im Frankfurter Hof 7 Euro kostet. Dass sowohl Thorsten Schulz als auch Halgrimur Helgasson bei Klett-Cotta gelandet sind (was mich sehr freut!) Dass es schwierig ist, sich am Flügel zu verabreden, wenn der Flügel nicht mehr an gewohnter Stelle steht, sondern ins Nebengelass hinter der Raucherlounge gerollt worden ist. Da ist es dafür dann aber mindestens genauso ungestört wie im Fahrstuhl, sodass ich dort in wechselnder Besetzung (Rowohlt, Hoffmann &amp; Campe, Aufbau) den Rest des Nachmittags verbringe. Und nebenbei alle meine Gesprächspartner auf Derek B. Millers grandiosen Roman "Norwegian for the night" ansetze (den leider nicht ich, sondern die Agence Hoffmann vertritt, aber wenn er dann irgendwann in Deutschland rauskommt, wird das eine schöne Anekdote...) &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Kaum habe ich den Frankfurter Hof verlassen, muss ich an den Ordner denken, in dem mein Fachbesucherdauerausweis steckt. Den Ordner, der in Leipzig steht. Als Susanne Rudloff, der Engel des Agents Center, meine Stimme hört (oder das, was davon übriggeblieben ist), denkt sie, ich will meine Teilnahme absagen. Wie froh ich bin, dass ich sie glücklich machen kann - ich habe nur mein Ticket vergessen. Ich beschließe, für das nächste Jahr die Umbenennung des Agents Centers in Susanne Rudloff Center auf die Agenda zu setzen. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Für heute habe ich genug erfahren. Was es beim S. Fischer Empfang oder bei der kleinen Diogenes-Runde noch zu erfahren gegeben hätte, lasse ich mir morgen berichten und erliege fast ohne schlechtes Gewissen dem Charme einer Schachtel Salbeibonbons, einer Tasse Bronchientee und einer Packung Toffifee.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://autorenschrittmacher.blog.de/2011/10/11/erfaehrt-frankfurter-hof-menschen-gespraechspartner-vorher-bilder-googeln-erkennen-erhoehter-bedarf-12000491/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </description><category>frankfurter-buchmesse</category><category>buchmesse-2011</category><comments>http://autorenschrittmacher.blog.de/2011/10/11/erfaehrt-frankfurter-hof-menschen-gespraechspartner-vorher-bilder-googeln-erkennen-erhoehter-bedarf-12000491/#comments</comments></item><item><title>Barlow. Ein Western. Von Robert Lucas Sanatanas</title><link>http://autorenschrittmacher.blog.de/2011/08/08/barlow-western-robert-lucas-sanatanas-11628765/</link><guid isPermaLink="false">tag:autorenschrittmacher.blog.de,2011-08-08:/2011/08/08/barlow-western-robert-lucas-sanatanas-11628765/</guid><pubDate>Mon, 08 Aug 2011 09:44:09 +0200</pubDate><description>	&lt;p&gt;Die Stadt, in der Barlow wohnte, war groß und trocken und krachend arm. Sie war wie eine Westernstadt, deren bereits unsinnig gewordene Verkommenheit in jedem Kameraaufzug entsprechender Filme mit den tiefsten Cellotönen kommentiert wird.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Alle nannten sie Barlow. Sie bekam damit jene Achtung und Vertraulichkeit, welche in der Nennung des Vornamens liegt, und gleichzeitig auch das Verächtliche, das derjenige erfährt, den man mit bloßem Nachnamen anruft. Barlow war bleich, sie hatte wunderbar dichtes, blondes Haar und einen gut durchbluteten Puppenmund. Von schmutzigen, starken Männern war sie leicht zu haben, in Hauseingängen, auf Kellertreppen, hinter Vorhängen. Es war immer eine unsägliche Lust, und immer vergaß sie es wieder fast vollständig, denn sie wollte keine Hure sein, und dazu gehörte es für Barlow, unreinen Dingen keine Erinnerung zu gestatten.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;In dieser Stadt, einem Geschwür auf einer Welt, die aus allen Poren nach Gott brüllte und die jeden Engel, der sich sehen ließ, sofort hinschlachtete, wartete Barlow auf ihre Liebe. Sie verdiente sich ein wenig Geld als Zimmermädchen, und sie dachte, dass ihre Liebe ganz gewiss kommen würde, denn sie hatte wunderschöne, bleiche Füße. Gewiss, ihre großen Zehen kamen ihr manchmal nach längerer Betrachtung etwas charakterlos vor, aber das würde sie ihn nicht merken lassen. &lt;a href="http://autorenschrittmacher.blog.de/2011/08/08/barlow-western-robert-lucas-sanatanas-11628765/page/2/"&gt;weiterlesen &gt;&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;
&lt;a href="http://www.sanatanas.de/mp3/barlow.mp3"&gt;Anhören (gelesen von Sven Brieger)&gt;&gt;&lt;/a&gt; &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Sie traf ihn, als sie aushilfsweise servierte. Allein saß er an einem Holztisch und trank Whisky. Er trug einen gelbgrauen Anzug, hatte einen kleinen Hut und war unrasiert. Es war leer im Saloon, er zog ihr einen Stuhl heran und redete mit ihr. Sie wusste sofort, dass er es war, und sie wusste, dass er es wusste; es war egal, was er sagte, mit seiner tiefen Stimme. Barlow war glücklich.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Er nahm sie überall hin mit, er achtete auf sie, er streichelte ihren Mund, die Ränder ihrer kleinen Ohren und ihre Fesseln. Wenn er mit anderen Männern wortarme, karge Geschäfte besprach, saß sie mit dabei und fühlte sich seltsam heilig, ihre kleine Handtasche auf den runden Knien. Nachts leckte er ihre Füße, bis es ihr kam, und sie verachtete ihn ein wenig, weil er nicht bemerkte, dass ihre großen Zehen etwas charakterlos waren. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Dann gab es diese Schwierigkeiten, kurz, bevor sie wirklich reich geworden wären. Er und Barlow standen hinter einer Häuserecke und waren arg unter Beschuss. Er verlangte ihren Schminkspiegel aus der Handtasche, er wollte ihn um die Ecke schieben, aus der pfeifende Kugeln Putz herausbrachen, um zu sehen, wie viele es waren, und wo sie standen. Zum ersten Mal verweigerte ihm Barlow etwas, und sie war seltsam gespannt, ob er sie schlagen würde. Er schlug sie nicht, er bog das Handgelenk um die Ecke und schoss ein paar Mal, um Zeit zu gewinnen, und er ließ sich von ihr geduldig die Geschichte erzählen, von dem Cheyrokeemädchen, das ihren Spiegel an eine Freundin verborgte, kurz, bevor das Dorf überfallen wurde. Ein Pfeil zerschlug den Spiegel und der Geliebte des Cheyrokeemädchen wurde von den Kriegern tot ins Dorf zurückgebracht, drei Pfeile im Herzen.&lt;br&gt;
„Geschichten“, lächelte er. „Komm, Barlow, gib mir jetzt bitte den Spiegel.“ Sie weinte und nickte. Während sie in ihrer Tasche kramte, trat sie einen kleinen Schritt vor, und sie schossen ihr einen Absatz weg. Da mussten sie beide lachen. Er schob den Spiegel vorsichtig um die Ecke, eine Kugel schlug ihm das Glas sofort aus der Hand, und es zerspellte auf dem Straßenpflaster „Siehst du!“, flüsterte Barlow, und sie zitterte.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Sie entkamen, aber fortan verfolgte sie das Unglück. Es endete einen Monat später an einem der alten Kais, auf einem halb verfaulten Schiff, in einer warmen Vollmondnacht. Er erledigte viele. Dann lagen sie beide hinter toten Männerkörpern, die scharf nach Rasierwasser dufteten und in die dumpf patschend die Kugeln einschlugen, und sie bettelte ihn an, sich zu ergeben. Sie dachte sich, dass er im Gefängnis an ihre Füße denken könnte, und dass es ihm dann gut gehen würde. „Ergib dich“, sagte sie, „Meine Liebe wird nie enden.“ Barlow lud den dritten und vierten Colt nach. Er sah sie an. „Da war mal eine Frau, Barlow“, sagte er, und er schoss aus beiden Händen. „Sie war nicht wie du, es ist lange her.“&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Barlow zog aufmerksam den Kopf ein, wegen einer Kugel, die vorübergejammert war, dann schaute sie nach, ob er lächelte. „Es sind ziemlich große Kugeln, glaube ich“, sagte sie. Er nickte. „Aus Polizistenrevolvern. Weißt du, sie hatte ein Kind, Barlow, so ein Kleines.“&lt;br&gt;
„Hast du sie geliebt?“&lt;br&gt;
„Sie hat, kommt doch, ihr Dreckschweine, sie hat mich geliebt. Und irgendwann hat sie zu mir gesagt: ‚Fahr zur Hölle!’ ‚Warum?’, habe ich gefragt. ‚Damit der Junge an etwas glauben kann!’ Weißt du - ich habe lange überlegt, ob ich’s tun sollte.“&lt;br&gt;
„Aber nun weißt du es?“&lt;br&gt;
Freundlich sah er sie an, mit genau demselben Lächeln in den Augenwinkeln, das Barlow bemerkt hatte, als sie ihn im Saloon zum ersten Male sah. Dann erhob er sich, und einer der Cops erschoss ihn. Der Polizeichef selbst war anwesend, er trat an den Sterbenden heran und sah ihm ehrlich in die Augen.&lt;br&gt;
„Die Party ist aus“, sagte er leise. „Aber wenn es dir da drüben weiterhilft: Ich habe dich geachtet.“ Sein Kopf sank in Barlows Schoß. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Barlow schaute auf. Sie sah die schmalen Handfesseln am Gürtel des Polizeichefs. Irgendwie hätte sie es gerne gehabt, wenn er ihr den Stahl um ihre schmalen Handgelenke gelegt hätte. Barlow sah sehr schön aus, wie sie da saß, inmitten der riesenhaft aufragenden Polizisten, inmitten der Leichen, auf einem alten Schiff, im stinkenden Hafen dieser verrotteten Stadt am Rande des Universums.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.partner-propaganda.de/sanatanas"&gt;zum Autor &gt;&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://autorenschrittmacher.blog.de/2011/08/08/barlow-western-robert-lucas-sanatanas-11628765/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </description><category>robert-lucas-sanatanas</category><category>barlow</category><comments>http://autorenschrittmacher.blog.de/2011/08/08/barlow-western-robert-lucas-sanatanas-11628765/#comments</comments></item><item><title>Sarajevo Film Festival - Raus aus dem Kino...</title><link>http://autorenschrittmacher.blog.de/2011/07/31/charlie-chaplin-nie-bosnien-charlie-chaplin-durfte-nie-krieg-mitmachen-11580892/</link><guid isPermaLink="false">tag:autorenschrittmacher.blog.de,2011-07-31:/2011/07/31/charlie-chaplin-nie-bosnien-charlie-chaplin-durfte-nie-krieg-mitmachen-11580892/</guid><pubDate>Sun, 31 Jul 2011 20:02:07 +0200</pubDate><description>	&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.blog.de/media/photo/sarajevo_trash_container/5756298" title="Sarajevo Trash Container"&gt;&lt;img src="http://data7.blog.de/media/298/5756298_1ce6694b8d_s.jpeg" alt="Sarajevo Trash Container"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;
Charlie Chaplin war nie in Bosnien. Charlie Chaplin durfte auch nie im Krieg mitmachen, das hat ihm sein Filmstudio vertraglich untersagt. Dafür hat er 1917 öffentlich seine patriotische Gesinnung und 1947 sogar höchstpersönlich seinen eigenen Krieg erklärt. Und zwar Hollywood. Nachdem Hoovers House Committee on Un-American Activities versucht hatte, dem vermeintlichen Kommunisten Chaplin die Aufenthaltserlaubnis zu entziehen. 2011 darf er dann, der Herr Chaplin. Nicht in den Krieg zwar, aber &lt;a href="http://www.sff.ba/film/show/id/1426?symfony=39a3fa77e598aeb4092751a7b9ca94c2"&gt;ins bosnische Kino &lt;/a&gt;zumindest. Nur sein Auto muss er am bosnischen Grenzübergang einem Grenzbeamten überlassen, der eigentlich ein deutscher Schauspieler ist, der ansonsten mit dem Fahrrad am Strand des Baikalsees entlangfährt. Aber so ist das, wenn man in Bosnien anfängt, nach der Realität zu fragen.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Aus dem Himmel über Sarajevo fällt Regen. Viel Regen. Als ich meine nassen Schuhe mit ein paar Seiten der Jutarnji List ausstopfe, springen mir aus einer Schlagzeile der Kosovo, die Serben und KFOR-Helikopter ins Auge. In den linken Schuh kommt der Sportteil, in den rechten Amy Winehouse und nach Eingabe der drei Begriffe bei Google weiß ich, dass es an der kosovarisch-serbischen Grenze zu einem bewaffneten Konflikt mit tödlichem Ausgang gekommen ist, in dessen Verlauf ein KFOR-Hubschrauber beschossen worden ist, während sich in Sarajevo Minengebiete, zerschossene Fassaden und die Gräber von Gorazde und Srebrenica auf der Leinwand abwechseln und schon wieder internationales Personal die Stadt bevölkert, unter Sarajevska-Sonnenschirmen dem strömenden Regen trotzt und  versucht, lokales Bier zu bestellen, während sie sich gegenseitig ihre eigenen Geschichten erzählen. &lt;a href="http://www.sff.ba/en/main?site=sff"&gt;Sarajevo Film Festival&lt;/a&gt;. &lt;a href="http://autorenschrittmacher.blog.de/2011/07/31/charlie-chaplin-nie-bosnien-charlie-chaplin-durfte-nie-krieg-mitmachen-11580892/page/2/"&gt;weiter&gt;&gt;&lt;/a&gt; &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;25 Minuten braucht der Trolleybus Nr. 103 nach Dobrinja, vorbei an Buregdzinicas, Supermärkten und Cafes, vor denen rauchende Männer gleichgültig auf den vorbeifahrenden Bus schauen, aus dem ich ungleichgültig auf die Männer schaue, die gleichgültig durch mich und den Bus und den Regen hindurchschauen. An der Endhaltestelle Dobrinja wartet N. auf mich, N., der mich mitnehmen wird in einen der Mietshausblöcke am Ende von Dobrinja, in Sichtweite des Igman, in eines dieser Mietshäuser, aus dem der Junge aus &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=ppAn0LNU_V8"&gt;Ahmed Imamovics "10 Minutes"&lt;/a&gt; gerannt sein könnte. Im Zentrum von Sarajevo sind sie eine Touristenattraktion, die Rosen von Sarajevo, mit rotgefärbtem Harz ausgegossene Granateneinschusslöcher. In Dobrinja hat niemand gefärbtes Harz in die verwundeten Fassaden gegossen. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Auf der Leinwand ist die Protagonistin als junge Frau in Kampfmontur zu sehen, sie ist verwundet worden, die Granatsplitter sind überall über Bauch und Unterleib verteilt, erzählt sie mit herausforderndem Grinsen, keiner der abgemagerten Eingeschlossenen in Gorazde hätte ihr Blut spenden können, wer  es körperlich hätte verkraften können, ist an der Front und die Front ist irgendein Schlammloch in den Hügeln um Gorazde. Es ist ihr Kommandant, der ihr sein Blut spenden wird, dem sie verdankt, dass sie heute in einem geblümten Kleid von einem Hügel über Gorazde blicken und ihre Geschichte erzählen kann, ihre Geschichte, die ihr Gesicht unter der stark geschminkten Oberfläche hindurch lebendig macht. Dann drängen sich dunkle Silhouetten vor die lebendigen Augen, schieben sich zwischen Leinwand und Projektor vorbei Richtung Ausgang. Junge Menschen mit Festivalbändern um den Hals und Kriegseltern in den Mietshäusern von Sarajevo verlassen das Kino, verlassen heute Gorazde, verlassen 2 Tage später Srebrenica, indem sie den Kinosaal verlassen, vorbei an schwarz uniformiertem Security-Personal, das Sarajevo belagert, um das Filmfestival zu beschützen. So wie N.s Schwiegervater, der Sarajevo nicht verlassen hat, sein Mietshaus in Dobrinja beschützt hat, in das keine Rosen von Sarajevo eingelassen sind, nur im Treppenhaus hat jemand eine Betoneinfassung mit fleischblättrigen, blassgrünen Setzlingen bepflanzt, von denen nicht klar ist, was mal aus ihnen werden wird. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Sicher verlassen auch jetzt gerade wieder Menschen einen bosnischen Kriegsschauplatz, während eine Etage unter mir eine Frau zum Orgasmus kommt, bei Spiegel online Fantablue, Florian Geyer und DieAntwortlautet42 &lt;a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,777038,00.html"&gt;anlässlich des Grenzkonflikts von Jarinje &lt;/a&gt;über Schuld, Völkerrecht und Verbrechen gegen die Menschlichkeit streiten und der UN-Sicherheitsrat es ablehnt, den Konflikt zum Thema einer Sondersitzung zu machen, während im Kino  die Menschen aufstehen und Gorazde und Srebrenica hinter sich lassen, und ich mit dem Rücken zu hundert Gräbern auf der Friedhofsmauer sitze und die beste Pizza von Sarajevo esse, die aus dem Schiebefenster von Mahir auf der anderen Straßenseite kommt. Einer von denen, die hinter mir liegen und nicht mehr weggehen, ist Alija Izetbegovic, dessen  Film keiner verlassen kann, seit fast jede bosnische Stadt, jedes bosnische Dorf, eine Alija-Izetbegovic-Straße hat, nicht verlassen kann wie V., die Sarajevo mit 13 Jahren als Flüchtling verlassen hat und jetzt freiwillig ins bosnische Kino zurückkehrt. Schwarz-weiß und ohne Sprache. Wer in Bosnien den Mund aufmacht, hat schon eine Aussage getroffen, wenn er nur Brot sagt oder guten Appetit oder hallo. Also wackelt der bosnische Charlie Chaplin in 30er-Jahre-Schwarz-Weiß-Ästhetik  sprachlos auf den Grenzübergang der  EU-Außengrenze zu, während in Jarinje KFOR-Posten die Grenze zwischen Serbien und Kosovo sichern und Menschen die Kinosäle verlassen, in denen Grenzposten brennen und Rosen in Beton gepflanzt werden. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://autorenschrittmacher.blog.de/2011/07/31/charlie-chaplin-nie-bosnien-charlie-chaplin-durfte-nie-krieg-mitmachen-11580892/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </description><category>bosnien</category><category>sarajevo</category><category>sarajevo-film-festival</category><comments>http://autorenschrittmacher.blog.de/2011/07/31/charlie-chaplin-nie-bosnien-charlie-chaplin-durfte-nie-krieg-mitmachen-11580892/#comments</comments></item><item><title>Sarajevo. Warten zwischen Tito und Mc Donald´s.</title><link>http://autorenschrittmacher.blog.de/2011/07/21/sarajevo-warten-tito-mc-donalds-11516364/</link><guid isPermaLink="false">tag:autorenschrittmacher.blog.de,2011-07-21:/2011/07/21/sarajevo-warten-tito-mc-donalds-11516364/</guid><pubDate>Thu, 21 Jul 2011 11:09:07 +0200</pubDate><description>	&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.blog.de/media/photo/img00075/5732340" title="IMG00075"&gt;&lt;img src="http://data6.blog.de/media/340/5732340_0332998147_s.jpeg" alt="IMG00075"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;
Im Vraca Memorial Park droht Tito dem Faschismus den Tod an, auf der Titova droht McDonald´s Sarajevo Burger an und die Straßenhändler stellen von Fächern auf Regenschirme um.&lt;br&gt;
&lt;a href="http://www.blog.de/media/photo/img00090/5732344" title="IMG00090"&gt;&lt;img src="http://data6.blog.de/media/344/5732344_235f2cefca_s.jpeg" alt="IMG00090"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="http://www.blog.de/media/photo/img00098/5732346" title="IMG00098"&gt;&lt;img src="http://data6.blog.de/media/346/5732346_d43c404d2e_s.jpeg" alt="IMG00098"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;
Mit dem Mc Donald´s ist Sarajevo spät dran (selbst Tetovo in Makedonien hat schon längst einen), steht die Stadt doch sonst historisch ganz oft an vorderster Stelle: Eine öffentliche Straßenbeleuchtung gibt es in Sarajevo, als Wien und andere europäische Großstädte noch davon träumen, und unter der osmanischen Herrschaft von Gazi Husrev Beg  wird schon im frühen 16. Jahrhundert jedes Haus an das das öffentliche Bewässerungssystem angeschlossen, der Einbau einer Dusche ist verpflichtend für jeden Hausbau. Neben der Gazi Husrev Beg Moschee befindet sich noch heute die öffentliche Toilette, die Gazi Husrev um 1529 für die Bauarbeiter errichten ließ. Außerdem schafft Husrev Beg mal eben die Steuern in Sarajevo ab, eine höchst ungewöhnliche Einrichtung für einen Herrscher, erlaubt aber dafür das Zinswesen, eine höchst ungewöhnliche Einrichtung unter islamischer Herrschaft. &lt;a href="http://autorenschrittmacher.blog.de/2011/07/21/sarajevo-warten-tito-mc-donalds-11516364/page/2/"&gt;weiter&gt;&gt;&lt;/a&gt; &lt;br&gt;
Etliche Errungenschaften, die Sarajevo bis heute prägen, verdanken sich der osmanischen Herrschaft. Das gebührend zu würdigen, fiele viel leichter, hielte es unser Stadtführer nicht für nötig, zeitgleich die Beiträge anderer Religionsgemeinschaften abzuwerten. Vor einer der jüdischen Synagogen – nur wenige werden heute nicht als Galerie oder Kulturzentrum umgenutzt - fällt ihm zu den sephardischen Juden, die seit 1492 aus Spanien nach Sarajevo geflüchtet waren, zwar ein, dass sie bis dato unbekannte Medizin nach Sarajevo brachten, nicht ohne aber gleich hinterherzuschicken, dass auch die Erreger, zu deren Bekämpfung besagte Medikamente nötig waren, erst ein jüdischer Import gewesen seien. Dass ich mir die antisemitischen Tendenzen nicht einbilde, kann ich an Nirs Stirnfalten ablesen - er ist israelischer Historiker, im Anschluss an die Führung ist der Tour Guide allerdings nicht bereit, sich auf ein Gespräch einzulassen. Nir, der in Großbritannien als Historiker zur Motivation freiwilliger Söldner forscht,  hat seine Frau in Israel kennengelernt, wo sie in den 90er Jahren als Flüchtling aus Sarajevo von der jüdischen Gemeinde aufgenommen wurde. Um Grenzüberschreitungen geht es auch in ihrem Kurzfilm, der nächste Woche beim Sarajevo Film Festival  laufen wird: eine real existierende Charlie Chaplin Figur versucht, zunächst die bosnische Grenze zu überqueren und sich im Anschluss wieder zurück zu bewegen.&lt;br&gt;
&lt;a href="http://www.blog.de/media/photo/img00082/5732343" title="IMG00082"&gt;&lt;img src="http://data6.blog.de/media/343/5732343_465dbe9642_s.jpeg" alt="IMG00082"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;
Zwischen Charlie Chaplin, Tito und Mc Donald´s liegen zwei  Tage Bosnisch Intensivkurs in Cengiz Vila, zwei Mal bosnischer Kaffee und der Besuch des Sevdah House. Manchmal ist es gut, Dinge zurück zu lassen. Der Regenschirm, den mir der Barbesitzer gestern Morgen geschenkt hat, bleibt in Cengiz Vila, und die unvermeidlichen westeuropäischen Interpretationsversuche  der bosnischen Servicementalität, die ich nicht teile, verlasse ich, um mit dem Taxi den Berg nach Vraca hinaufzufahren. Fünf konvertible Mark kostet die Strecke, ich habe nur 100, die der Fahrer nicht wechseln kann, er wartet draußen, natürlich, während ich mir am Empfang erklären lasse, dass er ruhig warten kann, der Fahrer. Auf rund 2,50 Euro. Ihm acht KM zu geben, hebt das Gefühl nicht auf, Menschen in Sarajevo nicht für ihre Leistungen zu vergüten, sondern für´s Warten zu entschädigen.&lt;br&gt;
&lt;a href="http://www.blog.de/media/photo/img00081/5732342" title="IMG00081"&gt;&lt;img src="http://data6.blog.de/media/342/5732342_bc89031349_s.jpeg" alt="IMG00081"&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://autorenschrittmacher.blog.de/2011/07/21/sarajevo-warten-tito-mc-donalds-11516364/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </description><category>sarajevo</category><category>bosnien</category><comments>http://autorenschrittmacher.blog.de/2011/07/21/sarajevo-warten-tito-mc-donalds-11516364/#comments</comments></item><item><title>Sarajevo. Eine Reise aus der Sprachlosigkeit.</title><link>http://autorenschrittmacher.blog.de/2011/07/17/sarajevo-reise-sprachlosigkeit-11492885/</link><guid isPermaLink="false">tag:autorenschrittmacher.blog.de,2011-07-17:/2011/07/17/sarajevo-reise-sprachlosigkeit-11492885/</guid><pubDate>Sun, 17 Jul 2011 14:10:08 +0200</pubDate><description>	&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.blog.de/media/photo/rastst_e_bosnien/5722966" title="Raststätte Bosnien "&gt;&lt;img src="http://data6.blog.de/media/966/5722966_800230c734_s.jpeg" alt="Raststätte Bosnien "&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;
16.7.2011, 14 Uhr. Platz 50 ist der Fensterplatz, letzte Reihe rechts. Alle Deutschen sind in der letzten Reihe geparkt. Bis Nürnberg Dämmerschlaf, ein deutscher Schlagersender, taz und Franzen. Auf dem Nürnberger Busbahnhof fängt dann der Balkan an, an der Haltestelle eine bosnische Dönerbude, direkt gegenüber ein Laden mit Spezialitäten aus dem Balkan. Bedauern darüber, dass die Exa im Koffer steckt und der gepflegte ältere Herr mit beigefarbenem Hut und Anzug unfotografiert bleiben muss. Zwischen Koffern, Kühltaschen und Verpflegungsbeuteln weisen die Zurückbleibenden die Abfahrenden an, sich nach ihrer Ankunft per Skype oder SMS zu melden.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;1:20 Uhr. Der Franzen auf dem Kindle ist ausgelesen und ich habe Hildegard Knef im Ohr, als wir an der kroatischen Grenze ankommen. Komisch, dass die Kinder heute dieses Grenzgefühl gar nicht mehr kennen - Aufregung auf den letzten Kilometern vor den Kontrollhäuschen, diffuse Angst vor uniformierten Grenzbeamten mit starrem Gesichtsausdruck -, das meine Generation wahlweise der Kommunismusangst der Großeltern oder der Terrorfahndungspanik der Elterngeneration verdankt. Kaum zu Ende gedacht, dürfen wir doch aussteigen, unsere Pässe vorzeigen und einzeln und zu Fuß die Grenze passieren, während der Bus im Schritttempo neben uns herfährt. Wegen Krieg, flüstert mir ein Mitreisender beim Einsteigen verschwörerisch zu, er meint den vergangenen.  Auf der kroatischen Seite der Grenze läuft die junge Grenzbeamtin durch den Bus und drückt allen Bosniern einen Stempel in den Pass. In der letzten Reihe haben alle Personalausweise. &lt;a href="http://autorenschrittmacher.blog.de/2011/07/17/sarajevo-reise-sprachlosigkeit-11492885/page/2/"&gt;weiter &gt;&gt; &lt;/a&gt;&lt;br&gt;
&lt;a href="http://www.blog.de/media/photo/rostilia_bosnien_2011/5722967" title="Rostilia Bosnien 2011"&gt;&lt;img src="http://data6.blog.de/media/967/5722967_ca71e97fd4_s.jpeg" alt="Rostilia Bosnien 2011"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;
6:05 Uhr. Ich lese gerade eine Mail von Ullstein zu Pia Ziefles Suna-Manuskript, als der Busfahrer meinen Traum unterbricht. Erster Kaffee irgendwo in Bosnien, am Spieß dreht sich ein Lamm, neben mir raucht der Busfahrer, im Café dudelt bosnische Schlagermucke.  Warum das immer als typische Balkanmucke durchgeht, was in Raststätten und Reisebussen läuft? So typisch und repräsentativ wie die deutschen Schlager, die der Busfahrer vom Regionalverkehr Mecklenburg-Vorpommern zwischen Altenkirchen und Saßnitz laufen lässt. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Warum also Balkan? Wenn ich morgens um 6 verschwitzt von 20 Stunden Fahrt im kläglich klimatisierten Reisebus und müde in diesem Café mit vermeintlichem Balkangedudel sitze  und Kaffee trinke, der schmeckt, dann weiß ich, warum. Ohne die vermeintlich slawische Seele bemühen zu müssen. Aber das reicht noch nicht. Das würde auch in einem Café in Italien, Frankreich oder Spanien funktionieren (vorausgesetzt, die hätten morgens um 6 auf), bei Schweden, Luxemburg oder Großbritannien bin ich mir schon nicht mehr so sicher... Was also dann? Maximale Autonomie bei maximalem Kontrollverlust – ist es das? Stripped of language, of spoken language? Sprachlos vermeintlich und gerade dadurch sprachmächtig auf anderer Ebene? Moze.&lt;br&gt;
Aber vielleicht ist es  auch viel banaler. Vielleicht ist es die freundliche Entmündigung, mit der mir der Profi-Judoka, der im Bus vor mir sitzt, beim Einsteigen die Überreste seiner Frühstückscevapcici in die Hand drückt. Die ich (bis auf die Zwiebeln) nach halbherzigen Abwehrversuchen auch tatsächlich esse. Und mir dabei vorzustellen versuche, in  Leipzig würde mir einer der 6-Uhr-Pendler in der Straßenbahn versuchen, sein angebissenes Frühstücksbrot aufzunötigen…&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://autorenschrittmacher.blog.de/2011/07/17/sarajevo-reise-sprachlosigkeit-11492885/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </description><category>sarajevo</category><category>bosnien</category><comments>http://autorenschrittmacher.blog.de/2011/07/17/sarajevo-reise-sprachlosigkeit-11492885/#comments</comments></item><item><title>Klagenfurt - Heidelberg: 702 km. Das Bachmann-Wettlesen und die Sehnsucht nach Intensität.</title><link>http://autorenschrittmacher.blog.de/2011/07/10/klagenfurt-woerthersee-koenigstuhl-heidelberg-702-km-beim-ingeborg-bachmann-wettlesen-finden-laesst-11461798/</link><guid isPermaLink="false">tag:autorenschrittmacher.blog.de,2011-07-10:/2011/07/10/klagenfurt-woerthersee-koenigstuhl-heidelberg-702-km-beim-ingeborg-bachmann-wettlesen-finden-laesst-11461798/</guid><pubDate>Sun, 10 Jul 2011 22:26:55 +0200</pubDate><description>	&lt;p&gt;&lt;a href="http://bachmannpreis.eu/de/information/3537"&gt;Gunther Geltinger&lt;/a&gt; zieht nicht nur bei der Auslosung der Lesereihenfolge die Nummer 1, sondern liefert, nachdem Jurorin Daniela Strigl das Verdikt von der &lt;a href="http://www.zeit.de/kultur/literatur/2011-07/klagenfurt-bericht-1"&gt;"Blut-und-Kotze-Literatur"&lt;/a&gt; über seinen Text verhängt hat, Christoph Schröder in der Zeit ein erstes Distinktionsmerkmal des Jahrgangs 2011. Ganz im Gegensatz zum Wetter, dem kollektiven Baden und dem Phänomen Klagenfurt, die die Berichterstattung in jedem Jahr maßgeblich prägen. Was Dirk Knipphals im Vorfeld &lt;a href="http://www.taz.de/1/leben/buch/artikel/1/der-autorenkampf-ist-deine-party/"&gt;zu der Frage veranlasst&lt;/a&gt;, "was der Bachmannpreis eigentlich ist und was ihn so besonders macht". &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Die Intensität. Die sehnsüchtige Suche nach Intensität, nach einer Wirkkraft, die der Literatur nicht mehr zugetraut wird, im echten Leben. Wenn schon die Literatur an den Zuständen nichts zu rütteln vermag, soll wenigstens der Kater am nächsten Morgen Zeugnis davon ablegen, dass Klagenfurt den Ausnahmezustand kennzeichnet, den wir ansonsten nicht zu initiieren in der Lage, bereit oder mutig genug sind. Drängt sich zumindest auf, angesichts der Uhrzeiten, zu denen während der Bachmanntage im Teatro und anderen einschlägigen Klagenfurter Etablissements immer weiter getanzt, getrunken und geredet wird. Während Israel Kamakawiwo´ole &lt;em&gt;Somewhere over the Rainbow&lt;/em&gt; singt (was vor ihm schon Mireille Mathieu, Eva Cassidy u.a. getan haben, aber kennt eigentlich noch jemand die &lt;em&gt;Wizard of Oz-&lt;/em&gt;Verfilmung mit Judy Garland?) und ich mich frage, was ich da eigentlich suche, am anderen Ende des Klagenfurter Regenbogens. &lt;a href="http://autorenschrittmacher.blog.de/2011/07/10/klagenfurt-woerthersee-koenigstuhl-heidelberg-702-km-beim-ingeborg-bachmann-wettlesen-finden-laesst-11461798/page/2/"&gt;weiter &gt;&gt;&lt;/a&gt; &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;"Die Wahrheit wird dem Menschen wohl nie zugänglich sein", Meike Feßmanns Kommentar auf &lt;a href="http://bachmannpreis.eu/de/information/3629"&gt;Nina Bussmanns Lesung&lt;/a&gt; mag als Stichwort dienen. Klagenfurt ist eine starke Droge. Oder wie sonst ist es zu erklären, dass ich mich staunend dabei beobachte, in einen pubertären Zustand zurück zu verfallen, in all seiner Intensität, in all seiner Irrationalität, leicht neben mir stehend, gelegentlich staunend, was dieses Klagenfurt-Phänomen aus dem macht, was da plötzlich an Sätzen aus meinem Mund kommt.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;In diesem Jahr hat mich Klagenfurt stärker als sonst zurückgeworfen in diese Zeit, in die späten 70er, frühen 80er Jahre, in die Provinz auf der Rückseite des Königstuhls. In eine Zeit, in der die Konterfeis der RAF von der Waldhilsbacher Postfiliale aus auf mich herunterstarrten. In eine Zeit, in der Mitglieder der 2. RAF-Generation, etwa im selben Alter wie meine Eltern, sich tagelang mit "Kakao-Gold"-Flaschen, einem Sportzelt und einer russischen Panzerfaust in einem Waldstück zwischen Heidelberger Schloss und Neckar verschanzten, um am 15. September 1981 den u.s.-amerikanischen General Frederick Kroesen mit eben dieser russischen Panzerfaust zu beschießen. In ein Jahr, in dem der &lt;a href="http://bachmannpreis.orf.at/25_jahre/1981/preistraeger_1981.htm"&gt;Bachmannpreisträger Urs Jaeggi&lt;/a&gt; hieß. Urs Jaeggi, dessen &lt;em&gt;Macht und Herrschaft in der Bundesrepublik&lt;/em&gt; (Fischer 1969) gerade neben mir liegt, um heute damals zu begreifen. Soweit das möglich ist. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Stärker als die Klagenfurter Zeitverschiebung wirkt allerdings die Klagenfurter Zustandsverschiebung. Einen Zustand, in dem ich mich dabei beobachte, mich plötzlich so ganz anders zu verhalten. Merkwürdig neben mir stehend, nicht in der Lage, meinen Bedürfnissen entsprechend zu handeln oder auf sinnvollen Erwägungen basierende Entscheidungen zu treffen. (Wie zum Beispiel: rechtzeitig ins Bett zu gehen. Ausreichend zu schlafen. Sich nicht um Kopf und Kragen zu reden.) Nicht in der Lage, nach handelsüblichen Maßstäben dechiffrierbare Signale auszusenden. In einem gewissen Sinne zu regredieren zu der 11-Jährigen, die am Beckenrand sitzt und darauf wartet, hineingezogen zu werden. Die an der Tanzfläche steht und auf den richtigen Moment wartet, während die Zeit verstreicht. Und plötzlich geht das Licht an und Israel Kamakawiwo´ole singt &lt;em&gt;Somewhere over the Rainbow &lt;/em&gt; und Klagenfurt ist vorbei und es wird Zeit, zurück in die Gegenwart zu kehren und wieder zu der Erwachsenen zu werden, die in der ernstzunehmenden Klagenfurt-Berichterstattung nachliest, dass &lt;a href="http://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article13479283/Bachmann-Preis-fuer-Haderlap-eine-Fehlentscheidung.html"&gt;Haderlap eine Fehlentscheidung war&lt;/a&gt;, wie &lt;a href="http://www.faz.net/artikel/C30437/bachmannpreis-in-klagenfurt-wie-ich-einmal-vorlas-30460296.html"&gt;Antonia Baum einmal in Klagenfurt vorlas&lt;/a&gt;, und was an &lt;a href="http://www.zeit.de/kultur/literatur/2011-07/bachmann-preis"&gt;Liebe, Krieg und Pornos&lt;/a&gt; in Klagenfurt 2011 gesteckt hat. Und dass zumindest die &lt;a href="http://sopranisse.de/2011/07/09/bachmannpreis-aus-dem-notizblog-n1/"&gt;Sopranisse ähnliche Erfahrungen zu haben scheint&lt;/a&gt; wie ich. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;a href="http://autorenschrittmacher.blog.de/2010/06/28/frau-bachmann-tage-traegt-eigentlich-verantwortung-8878028/"&gt;Klagenfurt 2010. Frau Bachmann hat ihre Tage oder: Wer trägt hier eigentlich die Verantwortung?&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;a href="http://autorenschrittmacher.blog.de/2009/06/29/klagenfurt-ohen-ingeborg-33-tage-verkaeuflichen-deutschsprachigen-literatur-6419742/"&gt;Klagenfurt 2009. Expertenliteratur oder: Das Kaninchen aus dem Hut?&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://autorenschrittmacher.blog.de/2011/07/10/klagenfurt-woerthersee-koenigstuhl-heidelberg-702-km-beim-ingeborg-bachmann-wettlesen-finden-laesst-11461798/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </description><category>tage-der-deutschsprachigen-literatur</category><category>tdll-2011</category><category>ingeborg-bachmann-preis</category><comments>http://autorenschrittmacher.blog.de/2011/07/10/klagenfurt-woerthersee-koenigstuhl-heidelberg-702-km-beim-ingeborg-bachmann-wettlesen-finden-laesst-11461798/#comments</comments></item><item><title>20 % für E-Book-Rechte - die normative Kraft des Faktischen?</title><link>http://autorenschrittmacher.blog.de/2011/06/06/ganz-klar-dealbreaker-vertraege-e-book-rechte-gar-mehr-mehr-20-duerfen-11271593/</link><guid isPermaLink="false">tag:autorenschrittmacher.blog.de,2011-06-06:/2011/06/06/ganz-klar-dealbreaker-vertraege-e-book-rechte-gar-mehr-mehr-20-duerfen-11271593/</guid><pubDate>Mon, 06 Jun 2011 09:27:40 +0200</pubDate><description>	&lt;p&gt;"Das ist bei uns ganz klar ein Dealbreaker!" "Verträge ohne E-Book-Rechte machen wir gar nicht mehr!" "Mehr als 20% dürfen wir als E-Book-Beteiligung gar nicht anbieten, das ist bei uns Konzernvorgabe." Relativ häufig bin ich in letzter Zeit an eine Variation dieser Sätze geraten. Und zwar immer dann, wenn ich den Autorenanteil von 20 % bei E-Books nicht akzeptieren wollte. Und ich musste sie eine Weile auf meinem Teller beäugen, diese Argumente, bis ich meine Gabel in die "Konzernvorgabe" herunterschießen lassen und sie anherrschen konnte: "Du bist kein Argument! Deine Logik erschließt sich mir nicht! Herunter von meinem Teller!" Die Vertragsgestaltung zwischen Verlagen und AutorInnen beinhaltet für mich das Abwägen und Aushandeln zum Teil widersprüchlicher Partikularinteressen. "Konzernvorgabe" und "Dealbreaker" sprechen weder von Aushandeln noch von Zugeständnissen, geschweige denn von der Kraft des besseren Arguments. Stattdessen haben sie den unangenehm autoritären Beigeschmack von "Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt" und "Solange Du Deine Füße unter meinen Tisch steckst..." Stimmt ja auch. Der Gastgeber hat das Hausrecht und kann die Portionen zuteilen. Fragt sich nur, ob er nicht irgendwann alleine am Tisch sitzt.   &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Unter dem provokativen Titel &lt;a href="http://leegoldberg.typepad.com/a_writers_life/2011/02/publishers-screwing-authors-out-of-e-book-royalties.html"&gt;Publishers screwing authors out of E-Book royalties &lt;/a&gt; rechnet die amerikanische Authors Guild am derzeitigen U.S.-Standard von 25% die Bruttoverdienstspanne der Verlage in Sachen E-Books vor. Und gibt dabei zu bedenken, dass der Verlag mit E-Books nicht nur einen höheren Reingewinn einfährt, sondern jeder E-Book-Kauf, der einen Hardcover-Kauf ersetzt, für den Autor einen empfindlichen finanziellen Einschnitt bedeutet, der es ihm immer schwerer macht, jemals seine Vorschusszahlung einzuspielen und die Schallmauer zur Ausschüttung von Tantiemen zu überwinden. (Unter dem Titel &lt;a href="http://www.nytimes.com/2010/03/01/business/media/01ebooks.html"&gt;Math of Publishing meets the E-Book&lt;/a&gt; leistet Motoko Rich in der Newy York Times einen erhellenden Einblick in die Kalkulation des gedruckten Buchs vs. E-Book.) Angesichts des wachsenden E-Book-Markts und konkurrierender Geschäftsmodelle prophezeit die Authors Guild dem Widerstand der (Konzern-)Verlage gegen eine höhere E-Book-Beteiligung allerdings keine lange Zukunft. Zumal sich bereits etliche - oft kleinere oder neuere Verlag - dazu entschieden haben, E-Book-Einkünfte für beide Seiten fair zu teilen. &lt;a href="http://autorenschrittmacher.blog.de/2011/06/06/ganz-klar-dealbreaker-vertraege-e-book-rechte-gar-mehr-mehr-20-duerfen-11271593/page/2/"&gt;weiterlesen &gt;&gt; &lt;/a&gt;So &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=CXtdh8kpW20&amp;feature=player_embedded"&gt;plädiert zum Beispiel der E-Book-Verleger Richard Curtis&lt;/a&gt; für eine 50:50-Aufteilung der E-Book-Einkünfte zwischen Autoren und Verlagen. In Deutschland ist hier z.B. &lt;a href="http://www.voland-quist.de"&gt;Voland &amp; Quist&lt;/a&gt; als Vorreiter zu nennen, zumal, da es sich um die Entscheidung eines Independent-Verlags handelt, der damit auch gleich das beliebte Argument der hohen Investitionskosten für den E-Book-Vertrieb seitens der Konzernverlage entkräftet... &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Unter amerikanischen Autoren zeigt sich bereits die Tendenz, zugunsten fairer E-Book-Beteiligungen zur Not auch auf hohe Vorschüsse großer Häuser zu verzichten, begründet auf der Erkenntnis eines sich rapide verändernden Marktes, der die Gewichtung der Print- zu E-Book-Verkäufen schon innerhalb der kommenden 1,2 Jahre eklatant verschieben wird. Und das mit finanziellen Konsequenzen, über die auch eine hohe Vorschusszahlung nur bedingt hinwegtäuschen kann, wie der amerikanische Autor &lt;a href="http://quixoticprod.blogspot.com/2011/02/maybe-mayans-were-rightbut-they-were.html"&gt;Terrill Lee Lankford vorrechnet&lt;/a&gt;: &lt;/p&gt;
	&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;"I'll do some quick math here. Let's say Amazon sold the Kindle edition of a writer's book at $10 per copy. Amazon takes $3, leaving the publisher with $7. Their take would be $5.25, leaving the writer with $1.75. (In my case I then have to cut in my agent and attorneys for an additional 20%, so my take would be $1.40.) So the "publisher" makes $5.25 per copy and the writer makes between $1.40-$1.75 per copy. And this is all with very little tangible expenses, other than the accountants to keep the money all straight. I think the publisher will be doing pretty good while the writer is "earning out" that advance. Does this seem right to anyone out there? Other than publishers?" &lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;
	&lt;p&gt;&lt;a href="http://quixoticprod.blogspot.com/2011/02/maybe-mayans-were-rightbut-they-were.html"&gt;Lankfords Beitrag&lt;/a&gt; hat eine intensive Debatte ausgelöst, die im Kern um dieselben Fragen kreist, der sich auch deutsche AutorInnen und Verlage allmählich stellen müssen: Um das Verhältnis zwischen Leistung &amp; Risiko, die ein Verlag gegenüber einem Autor erbringt bzw. eingeht, und dem Ausmaß, zu dem er sich selbige vergüten lässt. Wie Verlage - vermeintlich - auf Kosten von Autoren von elektronischen Rechten profitieren, &lt;a href="http://www.adlerbooks.com/erights.html"&gt;reflektiert die amerikanische Literaturagentur Adlerbooks&lt;/a&gt;: 1. Verlage erwerben elektronische Rechte zu einem im Vergleich zu anderen Nebenrechten (60 % bzw. 70 %) unverhältnismäßig niedrigen Anteil (max. 25 %) 2. Verlage nutzen diese elektronischen Rechte vergütungsfrei zur Vermarktung ihres Verlagsprogramms, indem sie Auszüge honorarfrei online verfügbar machen. 3. Verlage erhalten durch E-Books "künstlich" die Lieferbarkeit aufrecht und verhindern somit den Rechterückruf durch den Autor. 4. Im Falle der Aufnahme in digitale Anthologien reduziert sich der Honoraranteil des Autors je nach Anzahl der weiteren Anthologie-AutorInnen auf einen Bruchteil seines (E-Book-)Anteils. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Nun mögen diese Punkte angesichts des bisher verschwindend geringen E-Book-Anteils an den aktuellen Tantiemenabrechnungen für die meisten AutorInnen vernachlässigenswert erscheinen. Aber angesichts der Amazon-Verkaufsstatistik 2010 für die U.S.A., die auf auf ein verkauftes Hardcover ‎3 verkaufte Kindle-Bücher, auf 100 verkaufte Taschenbücher 115 verkaufte Kindle-Bücher bilanziert, stellt sich die Frage, inwiefern hier Vertragskonditionen in Stein gemeißelt und Marktanteile gesichert werden sollen, solange noch keine AutorIn die Relevanz erkannt hat. So &lt;a href="http://www.authorsguild.org/advocacy/articles/macmillan-e-royalties-at.html"&gt; warnte die amerikanische Authors Guild AutorInnen schon im Frühjahr 2010&lt;/a&gt; vor dem scheinbaren Entgegenkommen von Macmillan, die E-Book-Anteile des Hauses von 20 % auf 25 % anzuheben. “The only reason e-book royalty rates are so low right now is that so little attention has been paid to them: sales were simply too low to scrap over. That's beginning to change.” &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Es muss ja nicht gleich &lt;a href="http://www.guardian.co.uk/books/2010/jul/23/publishers-wylies-ebook-deal-amazon"&gt;die Andrew-Wylie-Nummer &lt;/a&gt;sein, dessen Wylie Agency mit Philip Roth, John Updike, Jorge Luis Borges, Saul Bellow, Martin Amis, Salman Rushdie, Hunter S. Thompson, Norman Mailer u.v.a eine so kritische Masse an Rechten und Nachlässen hält, dass er mit den Random Häusern und Macmillans dieser Welt locker mithalten kann. Was ihn zu dem Muskelspielchen veranlasste, moderne Klassiker, deren Rechte seine Agentur verwaltet, vorbei an eben diesen großen Häusern, die ihre Druckausgaben vertreiben, als E-Books unter dem Label Odyssey Editions exklusiv über den Amazon Kindle Store zu vermarkten. Woraufhin Random House damit drohte, der Wylie Agency weltweit die Zusammenarbeit aufzukündigen und bis zur Klärung der Angelegenheit keine Verträge mit dem Hause Wylie mehr abzuschließen. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Womit die normative Kraft der Drohung - "Dealbreaker!" -zwar auch am Ende dieses Beitrags ihre Effektivität bewiesen hätte - &lt;a href="http://www.suite101.com/content/odyssey-editions-of-ebooks-are-no-longer-amazon-kindle-exclusives-a278385"&gt;Andrew Wylie hat mittlerweile eingelenkt&lt;/a&gt; - deswegen aber nicht zur Ultima Ratio in Sachen E-Book-Konditionen geraten muss. Partner + Propaganda speist auch weiterhin gerne am Tisch der Häuser Diogenes, Rowohlt, Ullstein, Hanser, Aufbau &amp; Co., wird aber auf eine Anpassung der Portionsgrößen hinwirken.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://autorenschrittmacher.blog.de/2011/06/06/ganz-klar-dealbreaker-vertraege-e-book-rechte-gar-mehr-mehr-20-duerfen-11271593/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </description><category>digital-publizieren</category><category>andrew-wylie</category><category>odyssey-editions</category><category>e-books</category><category>e-book-beteiligung</category><category>e-book-rechte</category><category>tantiemen</category><comments>http://autorenschrittmacher.blog.de/2011/06/06/ganz-klar-dealbreaker-vertraege-e-book-rechte-gar-mehr-mehr-20-duerfen-11271593/#comments</comments></item><item><title>Robert Lucas Sanatanas neuer Autor bei Partner + Propaganda</title><link>http://autorenschrittmacher.blog.de/2011/03/28/robert-lucas-sanatanas-neuer-autor-partner-propaganda-10903769/</link><guid isPermaLink="false">tag:autorenschrittmacher.blog.de,2011-03-28:/2011/03/28/robert-lucas-sanatanas-neuer-autor-partner-propaganda-10903769/</guid><pubDate>Mon, 28 Mar 2011 13:06:00 +0200</pubDate><description>	&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.blog.de/media/photo/robert_lucas_sanatanas/5457683" title="Robert Lucas Sanatanas"&gt;&lt;img src="http://data6.blog.de/media/683/5457683_89721eeb0d_s.jpg" alt="Robert Lucas Sanatanas"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;
"Mireille Driese, von Horst Marschall die Weltwirtschaftsdriese genannt, fährt zur Stunde noch leere Brauseflaschen, ein paar armselige Lumpen und einen aufgeplatzten Teddybären&lt;br&gt;
in einem Einkaufswagen durch Luisenhagen spazieren und singt ihnen Pionier- und FDJ-Lieder aus dem Liedgut der Ersten Arbeiter- und-Bauernstaates auf Deutschem Boden vor."&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Aus: &lt;a href="http://www.partner-propaganda.de/sanatanas/"&gt;Robert Lucas Sanatanas, Die Liebesmaschine &gt;&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://autorenschrittmacher.blog.de/2011/03/28/robert-lucas-sanatanas-neuer-autor-partner-propaganda-10903769/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </description><category>partner-propaganda</category><category>robert-lucas-sanatanas</category><category>autoren</category><comments>http://autorenschrittmacher.blog.de/2011/03/28/robert-lucas-sanatanas-neuer-autor-partner-propaganda-10903769/#comments</comments></item><item><title>Hau ab, Doris, aus Bosnien und auch aus Herzegowina</title><link>http://autorenschrittmacher.blog.de/2011/02/28/hau-ab-doris-bosnien-herzegowina-10713515/</link><guid isPermaLink="false">tag:autorenschrittmacher.blog.de,2011-02-27:/2011/02/28/hau-ab-doris-bosnien-herzegowina-10713515/</guid><pubDate>Mon, 28 Feb 2011 00:43:15 +0100</pubDate><description>	&lt;p&gt;Kommentar von Martina Mlinarević zur Aufforderung der Europaabgeordneten Doris Pack an die bosnische Jugend, auf die Straße zu gehen, um Druck auf lokale Politiker auszuüben.(Sopta, 24.2.2011, Originaltext &lt;a href="http://www.index.hr/vijesti/clanak/komentar-martine-mlinarevicsopta-odjebi-doris-od-bosne-i-od-hercegovine-takodjer/539475.aspx"&gt;http://www.index.hr/vijesti/clanak/komentar-martine-mlinarevicsopta-odjebi-doris-od-bosne-i-od-hercegovine-takodjer/539475.aspx&lt;/a&gt; Übersetzung aus dem Bosnischen und Englischen: Dorette Wesemann,Christine Koschmieder)&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Eingepackt in Dior ist Tante Doris Pack für ein paar Tage in ihrem ländlichen Protektorat unterwegs, um auf der &lt;em&gt;Baščaršija&lt;/em&gt; träge ein Tässchen Kaffee zu schlürfen, ein Stück köstliches &lt;em&gt;Rahat Lokum&lt;/em&gt; zu schlucken und uns eine Reihe magischer Lösungen für all unsere Probleme anzutragen - deren größte darin besteht, dass die Balkanesen auf die Straße gehen sollten. Straßen voller Löcher, Straßen ohne Asphalt, Straßen, die die Menschen jeden Morgen von neuem betreten. Um Zeitungen zu verkaufen oder Bonzenautos zu waschen, um wenigstens irgendwie ihr Brot zu verdienen. In der denkbar beschissensten Situation ruft das gesittete Europa zum Aufstand in Bosnien und Herzegowina auf. Warum nicht, Revolution ist hip, en vogue wie nie zuvor. Besonders, wenn sich das Blutvergießen aus der sicheren Entfernung eines gemütlichen Heims aus beobachten lässt. Hau ab,Doris. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Was man auch von ihm halten mag, der Präsident der Republika Srpska, Milorad Dodik, hat kürzlich in einem Interview etwas zu Senad Hadzifejzović gesagt, das die drei entzweiten Teile der barbarischen bosnischen und herzegowinischen Realität für eine Millisekunde vereint hat. Er hat der Europäischen Union die völlig unmissverständliche Botschaft gesandt, dass wir nur ihretwegen, wegen ihrer demagogischen Besitzansprüche und ihres krankhaften Kontrollzwangs in genau dieser Situation stecken. Mit der Haltung eines bosnisch-herzegowinischen Durchschnittsbürgers hat er ausgesprochen, was sonst niemand in der hohen Politik auszusprechen wagen würde. Nicht einmal korrupte kroatische Politiker, nicht einmal bosnische Stiefellecker oder all die treudoofen Vasallen der Außenpolitik. Er hat ausgesprochen, was wir alle wissen, aber lieber feige runterschlucken und uns stattdessen bei jeder Gelegenheit vorführen lassen. So, wie wir das Maul halten, wenn sie uns ausrauben und unsere Banken aufkaufen, unsere Produktion zerstören und unsere Märkte mit ihren Unternehmen überschwemmen; so, wie wir schon jahrelang schweigen, wenn sie unseren Marktführeren den Hahn abdrehen, indem sie ihren weltweiten Unternehmen die Lizenz zur Vernichtung unsere Industrie erteilen. Aber wie einem verwöhnten Kind, dass schon jedes Spielzeug hat, wird dem mondänen und eiskalten Europa auch das irgendwann langweilig. Europa will Blut, Tränen und Straßenterror. Nochmal fünf, sechs Jahre Horror und danach wieder zwanzig Demokratietraining für die Überlebenden. Hau ab, Doris. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Du erinnerst Dich doch, Doris, es hat geregnet in Bosnien, und der Bora ist durch die Herzegowina gefegt, als Deine tapferen ausländischen Reporter ihre grauenvollsten Tage im schweren Krieg in Bosnien und Herzegowina durchlebt haben, um der Welt die Botschaft all der weinenden Gesichter im ganzen Land zu schicken, Gesichter, die um Hilfe flehten? Du erinnerst Dich doch, wie Du nichts getan und das Blutbad, die Vergewaltigungen, den Mord an unschuldigen Kindern und alten Menschen zugelassen hast - nur damit Du zusammen mit der feigen Regierung unsere Befehlshaber und Generäle kassieren und sie für etwas verurteilen konntest, das Du hättest stoppen können, wenn Du nur gewollt hättest? Erinnerst Du Dich, Doris, wie Du niederländische Soldaten dekoriert hast, die in diesen fürchterlichsten Tagen Glühwein mit Mladic getrunken und ihren Mund gehalten haben wie Pussies, während tausende unschuldiger Zivilisten zum letzten Mal ihren Blick in unseren Himmel geschickt haben? Weißt du eigentlich, Doris, dass Deine Hohen Repräsentanten und die Repräsentanten dieser Repräsentanten, zusammen mit ihren Beratern und den Friseuren dieser Berater, riesige Geldmengen eingesackt haben ohne auch nur irgendetwas zur Normalisierung der Verhältnisse in diesem Land beizutragen? Weißt Du, Doris, dass in &lt;em&gt;Široki Brijeg&lt;/em&gt;, wie auch an allen anderen Orten in diesem miserablen Zirkus Truppen aus den verschiedensten Ländern rotieren, deren einzige Mission darin besteht, in die Sauna zu gehen, Massagen abzufassen, zu joggen und literweise Bier zu trinken, während sie die örtlichen Mädchen verführen? Jetzt weißt Du´s, Doris, also raus hier. Du und das OHR und die SFOR und die UN und all die anderen Abkürzungen. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Es gibt keine Kraft, die uns wieder auf die Straße treiben könnte. So naiv sind wir nicht. Wir haben unsere Väter, Söhne und Nachbarn nicht umsonst verloren. Wir haben unsere blutige Lektion gelernt. Trau keinem Fremden, selbst wenn er Dior trägt. Wir sind vielleicht hinüber, wahrscheinlich waren wir sogar nie weniger hinüber als seit diesem Krieg, aber die Regeln dieses Spiels bestimmt seit Jahren Ihr, genau wie die Musik, zu der Ihr uns zu tanzen zwingt. Weil Ihr auf die echten Probleme unserer Länder nicht hört, weil Ihr gar kein Interesse daran habt, diese Probleme im Interesse unserer Kinder zu lösen. Was würdet Ihr denn dann tun, wenn bei uns alles gut liefe? Deswegen die billige Rhetorik, um uns auf die Straßen zu bringen. Genau wie dieser Typ auf Facebook, der nach einer Revolution kräht, die Bosnien und Herzegowina retten soll. Aber dieser unser Che Guavara lebt zufälligerweise in der Schweiz, den machen unsere Realität und unser Elend nicht hungrig, stattdessen kommt er mit genialen revolutionären Sprüchen daher und ruft die Menschen zur Revolte auf. Liebe Doris, unsere Sraßen würden sich nur dann füllen, wenn da eine Warteschlange wäre - zur Steinigung all jener, die für diese Zustände verantwortlich sind. Ich weiß gar nicht, was Du Dir bei Deinem Protestaufruf überhaupt gedacht hast in Deinem Kopf - wie der völkermordende Serbe, der gefährdete Kroate und der unterwürfige Bosniake Arm in Arm gegen das Sytem auf die Barrikade steigen? Dino Merlin schmettert die Kampfhymne, während Bakir multiple Orgasmen erlebt vor lauter Brüderlichkeit und Einheit (&lt;em&gt;bratstvo i jedinstvo&lt;/em&gt;)? Hau ab, Doris. Unsere Probleme sind ganz einfach zu lösen. Haut einfach ein für allemal ab und besorgt Zlatko Lagumdzija einen Job. Wir sind im Moment komplett blockiert, weil er keinen der derzeit ausgeschriebenen mag. Wenn Ihr also in Westdeutschland irgendeinen verfügbar habt, wären wir Euch sehr dankbar. Ist ohnehin das Land seiner Träume. Und &lt;em&gt;dieses&lt;/em&gt; Land, das Land Eurer Alpträume, ist &lt;em&gt;unsere&lt;/em&gt; einzige Liebe. Aber niemals wieder werden in ihm Kinder sterben, damit Ihr reicher werdet und Eure Lebensläufe polieren könnt, indem ihr uns Phrasen über die Demokratie verkauft. - Sagte ich bereits, dass Ihr abhauen sollt?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://autorenschrittmacher.blog.de/2011/02/28/hau-ab-doris-bosnien-herzegowina-10713515/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </description><category>odjebi-doris-od-bosna</category><category>martina-mlinarevi%C4%87-sopta</category><category>hau-ab-doris</category><category>indexhr</category><comments>http://autorenschrittmacher.blog.de/2011/02/28/hau-ab-doris-bosnien-herzegowina-10713515/#comments</comments></item><item><title>Gestern noch ein Rohstoff, ab morgen im Buchhandel: Astrid Rosenfelds Debutroman "Adams Erbe"</title><link>http://autorenschrittmacher.blog.de/2011/02/21/gestern-rohstoff-ab-morgen-buchhandel-astrid-rosenfelds-debutroman-adams-erbe-diogenes-10647011/</link><guid isPermaLink="false">tag:autorenschrittmacher.blog.de,2011-02-21:/2011/02/21/gestern-rohstoff-ab-morgen-buchhandel-astrid-rosenfelds-debutroman-adams-erbe-diogenes-10647011/</guid><pubDate>Mon, 21 Feb 2011 11:55:45 +0100</pubDate><description>	&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.diogenes.ch/leser/neuebuecher/hardcover/alle/9783257067729/buch" title="Astrid Rosenfeld Adams Erbe"&gt;&lt;img src="http://data6.blog.de/media/586/5365586_8f04d4091a_s.jpg" alt="Astrid Rosenfeld Adams Erbe"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Jedes Jahr zu ihrem Geburtstag geht Astrid Rosenfeld zu den Elefanten. Weil das Glück bringt (allerdings nur, wenn man für sie singt. Oder pfeift.) Und weil sich das in Deutschland eher schwierig gestaltet, Elefanten in freier Wildbahn ein Ständchen zu bringen, trifft man Astrid Rosenfeld an ihrem Geburtstag (&lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=0uI3l1i0Gh8"&gt;oder hier auf Youtube&lt;/a&gt;) auf jeden Fall im Elefantengehege im Zoo. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;In &lt;a href="http://www.diogenes.ch/leser/neuebuecher/hardcover/alle/9783257067729/buch"&gt;&lt;em&gt;Adams Erbe&lt;/em&gt;&lt;/a&gt; ist es Jack Moss, den Edward Cohen vor dem Elefantengehege im Berliner Zoo beim Singen trifft und der mit seiner Ähnlichkeit zu Elvis Adams Mutter mindestens ebenso stark in Bann zieht wie seine Lieder die Elefanten. Von ihm soll Adam noch so etliches mehr fürs Leben mit auf den Weg bekommen als seine ersten Zigaretten (mit neun)und die Idee mit den Ständchen für die Elefanten. Ich habe Ed Cohen und Jack-den-Elefantenbetörer-und-King-Moss 2009 kennengelernt, vielleicht verdanken sie sich der Tatsache, dass Astrid Rosenfelds erster Roman bei keinem der Verlage, denen ich ihn angeboten hatte, untergekommen war. 2010 hat sie zusammen mit Inger-Maria Mahlke, deren "Silberfischchen" da bereits bei Aufbau erschienen waren, zur Leipziger Buchmesse auf der Rohstoffe-Veranstaltung gelesen, begleitet von der Hoffnung, bis zur Buchmesse 2011 möge ein Verlagshaus dem King, Ed, Eds totgeschwiegenem Großonkel Adam, dessen unvergleichlicher Großmutter Edda Klingmann, die aus auf Zigarettenpackungen abgebildeten Visagen der Protagonisten des aufsteigenden 3. Reichs deren Charaktereigenschaften abzulesen vermag, ihrem fingerlosen (bis auf einen) Verehrer Bussler, der Hitlerdeutschland zumindest 9 bewegliche Fingerprothesen verdankt, und all den anderen großartigen Figuren aus Adams Erbe Asyl gewährt haben. Was geschehen ist. Diogenes hat sie alle aufgenommen. Und so wird Astrid Rosenfeld nicht mehr bei den Rohstoffen lesen, sndern u.a. bei der Langen Leipziger Lesenacht am Do, 18.3.2011. Und an &lt;a href="http://www.diogenes.ch/leser/autoren/a-z/r/rosenfeld_astrid/biographie"&gt;vielen anderen Orten&lt;/a&gt;. Vielleicht auch im Zoo, vor den Elefanten. Ob sie allerdings auch auf dem Rande des Vulkans tanzt, oder ob das diesmal wirklich Jack Moss´ Geschichte ist, bleibt zu klären.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Astrid Rosenfelds Roman &lt;a href="http://www.amazon.de/Adams-Erbe-Astrid-Rosenfeld/dp/3257067720"&gt;Adams Erbe&lt;/a&gt; ab morgen, 22.Februar 2011 im Buchhandel.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://autorenschrittmacher.blog.de/2011/02/21/gestern-rohstoff-ab-morgen-buchhandel-astrid-rosenfelds-debutroman-adams-erbe-diogenes-10647011/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </description><category>astrid-rosenfeld</category><category>adams-erbe</category><comments>http://autorenschrittmacher.blog.de/2011/02/21/gestern-rohstoff-ab-morgen-buchhandel-astrid-rosenfelds-debutroman-adams-erbe-diogenes-10647011/#comments</comments></item><item><title>Baldur Hubers BoD-Gedicht an der BoD Facebook-Pinnwand</title><link>http://autorenschrittmacher.blog.de/2011/01/20/baldur-hubers-bod-gedicht-bod-facebook-pinnwand-10402430/</link><guid isPermaLink="false">tag:autorenschrittmacher.blog.de,2011-01-20:/2011/01/20/baldur-hubers-bod-gedicht-bod-facebook-pinnwand-10402430/</guid><pubDate>Thu, 20 Jan 2011 21:37:16 +0100</pubDate><description>	&lt;p&gt;Einst glaubt ich, ich könnt´ schreiben&lt;br&gt;
Reicht´s ein bei `nem Verlag&lt;br&gt;
doch urteilte der Lektor&lt;br&gt;
dass Dilettanten er nicht mag&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Da fing ich an zu toben&lt;br&gt;
Und stach den Lektor an&lt;br&gt;
Das ist ihm nicht bekommen&lt;br&gt;
sein Blut lief aus ihm dann&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Da kamen and´re Schreiber&lt;br&gt;
Und riefen: „Ach!“ und „Weh!“&lt;br&gt;
Den Lektor ließ ich bluten&lt;br&gt;
Und ging zu B-o-D.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Da traf ich dann auf Profis&lt;br&gt;
die zeigten keinen Kummer&lt;br&gt;
statt einer Mordanzeige&lt;br&gt;
kriegt´ ich `ne ISBNummer&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Es stinkt des Lektors Leiche&lt;br&gt;
Schon eine ganze Zeit&lt;br&gt;
Ich tat ihn dann verscharren&lt;br&gt;
(Tut Euch das etwa leid?)&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Klar musst´ ich mich verändern&lt;br&gt;
Ich trag jetzt einen Bart&lt;br&gt;
und hoffe diese Story&lt;br&gt;
qualifiziert mich für den Autoren-Award&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Wer Baldur Huber eine Hotelübernachtung zur Leipziger Buchmesse gönnt (oder sein Gedicht tatsächlich mag), kann ihm hier dazu verhelfen: &lt;a href="http://www.facebook.com/Booksondemand?v=wall#!/Booksondemand?v=wall#!/Booksondemand?v=app_7146470109"&gt;Zur BoD-Pinnwand und "Gefällt mir" unter Baldurs Gedicht anklicken &gt;&gt; &lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://autorenschrittmacher.blog.de/2011/01/20/baldur-hubers-bod-gedicht-bod-facebook-pinnwand-10402430/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </description><category>baldur-huber</category><category>gef%C3%A4llt-mir</category><category>facebook</category><category>bod-sonderaktion</category><comments>http://autorenschrittmacher.blog.de/2011/01/20/baldur-hubers-bod-gedicht-bod-facebook-pinnwand-10402430/#comments</comments></item><item><title>Buchwerbung mit Google Adwords? Vergessen Sie Werbung. Denken Sie Rache, Blutwurst und Hunsrück.</title><link>http://autorenschrittmacher.blog.de/2010/12/28/google-adwords-buch-werben-vergessen-werbung-denken-rache-blutwurst-hunsrueck-10266075/</link><guid isPermaLink="false">tag:autorenschrittmacher.blog.de,2010-12-28:/2010/12/28/google-adwords-buch-werben-vergessen-werbung-denken-rache-blutwurst-hunsrueck-10266075/</guid><pubDate>Tue, 28 Dec 2010 16:15:48 +0100</pubDate><description>	&lt;p&gt;Wer bei Google "Krimi" eingibt, erhält 11.200.000 Treffer. Wer eine Website (oder ein Blog) für seinen Krimi (Liebesroman, Ratgeber, Biographie, Roman etc.) betreibt,  ist bei diesen Treffern dabei. Fragt sich nur, an welcher Stelle der Suchergebnisse. Oder glauben Sie wirklich, es reicht, einer von 11.200.000 Treffern zu sein, damit ein Leser sich wie ein Adler im Sturzflug zielgerichtet auf Ihre Seite stürzt? &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Nehmen wir mal an, eine Familie plant ihren Sommerurlaub in Schweden, und weil es da bekanntlich gerne mal regnet, will sie sich für verregnete Ferientage mit Krimis eindecken, am besten mit Krimis, die auch in Skandinavien spielen. Passende Buchempfehlungen erhofft sie sich von Google. Google durchsucht das Web und spuckt die passenden Suchergebnisse aus, sortiert nach Relevanz. In der Spalte rechts neben den Suchergebnissen erscheinen dabei Google Adwords-Anzeigen. Google Adwords sind nichts anderes als bezahlte Suchergebnisse: Anzeigen, die bei bestimmten, vorher festgelegten Suchbegriffen geschaltet werden. Für jede Google Adwords-Anzeige legen Sie vorher fest, bei welchen Suchbegriffen Ihre Anzeige angezeigt werden soll. So stellen Sie sicher, dass nur diejenigen die Anzeige sehen, die nach dem suchen, was Sie bieten. Aber dazu müssen Sie nicht nur auftauchen unter den 227.000.000 Treffern, sondern auch noch herausgepickt werden. Denn dass Ihr Krimi eine eigene Website hat, die irgendwo im Internet zu finden ist, führt Ihnen noch lange keine Leserscharen zu (geschweige denn Käufer). Die Zahl derjenigen, die auf Ihrer Website landen, weil Sie Ihre www-Adresse kennen und eingetippt haben, ist vermutlich verschwindend gering im Vergleich zu denen, die Sie auf der Suche nach einem &lt;em&gt;bestimmten&lt;/em&gt; Suchbegriff finden &lt;em&gt;könnten&lt;/em&gt;.&lt;br&gt;
&lt;a href="http://autorenschrittmacher.blog.de/2010/12/28/google-adwords-buch-werben-vergessen-werbung-denken-rache-blutwurst-hunsrueck-10266075/page/2/"&gt;weiter... &lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Also, bei welchen Suchbegriffen soll Ihre Google Adwords-Anzeige geschaltet werden? Zur Erinnerung: Mit "Krimi“ sind Sie eine/r unter 227.000.000! Je allgemeiner Ihr Suchbegriff, desto höher die Zahl der Anbieter, die denselben Begriff mit Adwords bewerben. Je spezifischer Sie die Suchbegriffe (Keywords) wählen, die genau und nur auf Ihr Buch zutreffen, desto weniger konkurrierende Angebote werden angezeigt, und desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie gefunden werden. Ein Beispiel: Ihr Krimi spielt im Hunsrück und das halten Sie für so selbstverständlich, dass Sie es nirgends erwähnen? Schade. Denn wer einen Hunsrück-Urlaub plant und nach "Hunsrück" sucht, wird dann nicht über Ihren Krimi stolpern. Der Mord hingegen, den Sie für ein besonders erwähnenswertes Merkmal halten und in jeder Beschreibung erwähnen, beschert Ihnen in der Verbindung „Krimi Mord“ bei Google 993.000 Treffer. Die eingangs erwähnte Schwedenurlaubsfamilie hat ganz klare Vorstellungen und tippt „Krimi Schweden“ ein. Und wer unbedingt einen Leipziger oder einen Dashiell Hammett-Krimi lesen will, sucht natürlich nach „Krimi Leipzig“  oder „Dashiell Hammett Krimi“. Ein emotionsintensiver, verlassener Mann hingegen googelt vielleicht eher nach „Rache“ oder „perfekter Mord“ - vielleicht aber auch nach einem Ratgeber zum Single-Dasein. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;O.k., angenommen, Ihre Google Adwords-Anzeige wird angezeigt, weil jemand nach einem Ihrer festgelegten Suchbegriffe (Hunsrück) gegoogelt hat. Jetzt muss Ihre Anzeige zweierlei können: Sie muss versprechen, das Bedürfnis dessen, der da gerade sucht, zu befriedigen. Je konkreter und aussagekräftiger der Text Ihrer Anzeige, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass sie angeklickt wird. „Spannender Krimi! Sie werden vor Aufregung tot umfallen“ klingt vielleicht verheißungsvoll, sagt aber weniger über Ihren Krimi aus als z.B. „Moorleichen im Hunsrück.  Krimi auf den Spuren des Schinderhannes“. Denn das ist das zweite Erfolgskriterium einer Adwords-Anzeige: Sie muss das Versprechen halten können, das sie macht. Der Besucher muss auf der angeklickten Seite auch finden, wonach er sucht. (Und das ist meistens nicht, vor Aufregung tot umzufallen….)&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Bedürfnisse sind der Motor einer jeden Suche im Internet. Und Ihr Buch bedient bestimmte Bedürfnisse, oder? &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Menschen suchen ihren Bedürfnissen entsprechend unterschiedlich. Und nicht immer nach Büchern, sondern ganz häufig nach Themen (Rache, Blutwurst, Single-Portionen, Parship). Je spezifischer ein Suchergebnis diese Bedürfnisse zu bedienen verspricht, desto höher ist die Chance, dass der/die Suchende das Suchergebnis anklickt. Und da dieses Bedürfnis nicht immer ein Buch ist, aber ein Buch sehr wohl die Antwort auf Bedürfnisse sein kann, lohnt es sich, ein bisschen über den Tellerrand hinaus zu denken. Nicht jeder, der einen Urlaub plant, sucht nach einem Krimi. Aber wer an einen bestimmten Ort fährt, interessiert sich in diesem Zusammenhang vielleicht auch dafür, dass genau dieser Ort Schauplatz eines Buchs ist. Und wer „Single“ eingibt, weil er selbiges schon zu lange ist und diesen Zustand beenden möchte, sucht vielleicht nicht unbedingt nach einem Buch, aber wenn seine Suche nach „Single“ eben auch Ihren Ratgeber,  „Plötzlich Single? Nie wieder Ärger über die unaufgerollte Zahnpastatube“ ausspuckt, wer weiß, vielleicht guckt er dann ja doch mal vorbei…&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://autorenschrittmacher.blog.de/2010/12/28/google-adwords-buch-werben-vergessen-werbung-denken-rache-blutwurst-hunsrueck-10266075/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </description><category>google-adwords</category><category>autorenwebsite</category><category>buchmarketing</category><comments>http://autorenschrittmacher.blog.de/2010/12/28/google-adwords-buch-werben-vergessen-werbung-denken-rache-blutwurst-hunsrueck-10266075/#comments</comments></item><item><title>Autorenwebsite: Drin sein ist nicht alles</title><link>http://autorenschrittmacher.blog.de/2010/12/28/autorenwebsite-drin-10266979/</link><guid isPermaLink="false">tag:autorenschrittmacher.blog.de,2010-12-28:/2010/12/28/autorenwebsite-drin-10266979/</guid><pubDate>Tue, 28 Dec 2010 15:03:44 +0100</pubDate><description>	&lt;p&gt;Was soll sie eigentlich leisten, Ihre Autorenwebsite? Ach so, nur eine Visitenkarte im Web, o.k., verstanden.  Besucher? Leserinnen, Käuferinnen? Ach so, das darf man von einer Website gar nicht erwarten… Wozu haben Sie denn dann überhaupt eine? Ruhm, Ehre, Fans? Hm. Auch die müssen erst gebacken werden. Erwarten Sie vom Telefonbuch, dass Ihnen daraus Leser entgegenspringen, nur weil Sie drin stehen? Eben. Kann das Internet auch nicht. Dabei sein ist eben nicht alles. Zumindest nicht, wenn Ihre Website etwas für Sie erreichen soll. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Lektion Nr. 1: Das Internet vereint Suchende.&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;
Gehen Sie doch ausnahmsweise mal von sich selber aus: Wenn Sie sich im Internet herumtreiben, gehen Sie entweder gezielt dahin, wo Sie finden, wonach Sie suchen. Aber in den meisten Fällen wissen Sie noch nicht einmal, wo sich das findet. Sie wissen nur, was Sie suchen. Dann rufen Sie eine Suchmaschine auf (wir können eigentlich auch gleich Google sagen, oder sucht heute noch jemand über Altavista oder Yahoo?), die alle möglichen Suchergebnisse im Bruchteil von Sekunden ausspuckt. Ihre Suche endet dann vielleicht bei Wikipedia, bei Fleurop oder in einer Community für Gartenfreunde. Das Internet ist eine riesengroße Ansammlung von Suchenden. Und was suchen wir im Internet? Eine Lösung für ein Problem. Eine Antwort auf eine Frage. Das Ende einer Suche. Und jetzt kommt der Punkt, an dem Sie mitschreiben sollten: Für manche dieser Probleme bieten &lt;em&gt;SIE&lt;/em&gt; die Lösung. Auf manche dieser Fragen haben &lt;em&gt;SIE&lt;/em&gt; die Antwort. Und an vielen Stellen könnte die Suche bei &lt;em&gt;IHNEN&lt;/em&gt; enden. Weil die Antwort in Ihren Büchern steht. Oder Ihre Bücher die Antwort sind. Oder irgendein anderes Angebot auf Ihrer Website die Antwort bietet. Nur - das weiß der Suchende noch nicht. Er kennt nur sein Problem. Sie auch? Großartig. Dann verfallen Sie jetzt bloß nicht auf die dumme Idee, ihm sein Problem noch einmal zu erklären. Denn das kennt er schon. Womit wir bei Erkenntnis Nr. 2 wären. &lt;a href="http://autorenschrittmacher.blog.de/2010/12/28/autorenwebsite-drin-10266979/page/2/"&gt;weiter... &lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Lektion 2: Wer sucht, sucht Antworten. Nicht Begrüßungen.&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;
&lt;em&gt;„Guten Tag. Willkommen auf meiner Seite. Wissen Sie eigentlich, was ein gutes Buch (einen guten Thriller, einen guten Autor, eine gute Story) ausmacht? Ich erkläre Ihnen das mal eben, und auch, warum Sie es brauchen…“ &lt;/em&gt; Kommt Ihnen das bekannt vor? Empfangen Sie so auch die Besucher auf Ihrer Website, weil Sie glauben, das muss man so machen? Wozu? Wer auf einer Website zu einem bestimmten Titel (einer Schriftstellerin, eines Thrillerautors) landet, ist da nicht mit einer Marsrakete hin geschossen worden, sondern will etwas über dieses Buch erfahren, von dieser Schriftstellerin ein Autogramm, in diesen Thriller reinlesen. Er ist gezielt auf Ihrer Seite gelandet, um sich dort das zu holen, was er braucht. Und genau das muss er dann auch finden.&lt;br&gt;
Woher Sie wissen, wonach Ihre Besucher gesucht haben? Darüber können Sie spekulieren. Oder gezielte Angebote machen. Dazu kommen Sie an Suchmaschinen kaum vorbei.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;a href="http://autorenschrittmacher.blog.de/2010/12/28/suchmaschinen-brauchen-autorenwebsites-umgekehrt-10266711/"&gt;Suchmaschinen brauchen keine Autorenwebsites. Aber umgekehrt. &gt;&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://autorenschrittmacher.blog.de/2010/12/28/autorenwebsite-drin-10266979/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </description><category>autorenwebsite</category><category>buchmarketing</category><comments>http://autorenschrittmacher.blog.de/2010/12/28/autorenwebsite-drin-10266979/#comments</comments></item><item><title>Suchmaschinen brauchen keine Autorenwebsites. Aber umgekehrt.</title><link>http://autorenschrittmacher.blog.de/2010/12/28/suchmaschinen-brauchen-autorenwebsites-umgekehrt-10266711/</link><guid isPermaLink="false">tag:autorenschrittmacher.blog.de,2010-12-28:/2010/12/28/suchmaschinen-brauchen-autorenwebsites-umgekehrt-10266711/</guid><pubDate>Tue, 28 Dec 2010 14:13:39 +0100</pubDate><description>	&lt;p&gt;Im Idealfall bietet Ihre Autorenwebsite alles, was das Herz der potenziellen Leserin, des potenziellen Käufers, der potenziellen Fans begehrt: Leseproben, Downloads, Bilder, Hörproben, Links etc. etc. (Wie bitte? Ihre Seite begrüßt Ihre Besucher immer noch mit &lt;em&gt;„Herzlich willkommen auf meiner Seite. Hier finden Sie Informationen zu meinen Büchern und zu meiner Person.“&lt;/em&gt; Dann schnell noch mal zurück und  &lt;a href="http://autorenschrittmacher.blog.de/2010/12/28/autorenwebsite-drin-10266979/"&gt;Drin sein ist nicht alles&lt;/a&gt; lesen!) Was sich dort aber so alles findet, kann natürlich nur derjenige herausfinden, der überhaupt darauf landet. Die Tatsache, dass Sie über eine Domain, einen Server und Webspace verfügen und ein paar Seiten online gestellt haben, bedeutet erst mal nur eines: Sie haben eine Website. Es bedeutet aber noch lange nicht, dass das jemand weiß und Ihre potenziellen Besucher von alleine und in Scharen bei Ihnen landen. Die entscheidende Frage, die sich schon in dem Moment stellt, in dem Sie sich für eine Website entscheiden, lautet also: Was will ich mit meiner Website erreichen? Und wie kann ich das erreichen? Da ein Teil der Antwort mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit lauten wird: „Besucher. Leserinnen. Käufer“, stellt sich die entscheidende Frage: Was veranlasst Menschen dazu, sich auf meine Seite zu verirren? Was könnte sie dort hinbringen? - Seien wir realistisch: Die Zahl der Besucher, die deswegen auf Ihrer Website landen, weil Sie Ihre URL kennen und eingetippt haben, dürfte verschwindend gering sein im Vergleich zu denen, die Sie finden könnten. Wissen Sie, wie viele Menschen auf Ihrer Website landen, weil Google Sie als Ergebnis, Antwort oder Lösung ausgespuckt hat (oder ausspucken könnte)? Von denen müssen Sie sich finden lassen. Vorausgesetzt, Ihre Website bietet genau das, wonach diese Menschen suchen. &lt;a href="http://autorenschrittmacher.blog.de/2010/12/28/suchmaschinen-brauchen-autorenwebsites-umgekehrt-10266711/page/2/"&gt;weiter... &lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Trugschluss Nr. 1: Besucher lassen sich technisch manipulieren&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;
Stecken Sie Ihr Geld nicht in mitunter teuer bezahlte Dienstleistungen wie eine technische Suchmaschinenoptimierung (SEO), Linktausch, Quelltext-Manipulation oder ähnlich riskante Unterfangen, die angeblich Ihre Suchmaschinenplatzierung steigern. Die Zeiten, als Neunmalkluge sich ihre technischen Tricks teuer bezahlen ließen, um Suchmaschinen zu manipulieren, sollten eigentlich längst vorbei sein. Suchmaschinen sind nicht dümmer als die, die sie auszutricksen versuchen! Stattdessen hier die gute Nachricht: Suchmaschinen lieben Text. Sie sind geradezu Text-Fressmaschinen. Bilder hingegen sind ihnen egal, denn Bilder können sie nicht lesen. Insofern lautet die klare Botschaft: Text schlägt Bild - zumindest bei Suchmaschinen. Und an denen kommen Sie nicht vorbei, wenn Sie gefunden werden wollen.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Suchmaschinen: Füttern erwünscht!&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;
Ein Suchender gibt seinen Suchbegriff ein, z.B. bei Google. Google durchsucht das Web und spuckt die passenden Suchergebnisse aus. Ganz oben stehen dabei die populärsten Suchergebnisse mit der höchsten Relevanz (wie sich die berechnet und welche Parameter dabei eine Rolle spielen, würde hier den Rahmen sprengen und ist für unsere Zwecke auch eher belanglos). Weil Sie da mit Sicherheit nicht innerhalb weniger Tage landen, auch wenn Sie sich auf den Kopf stellen, kann es sinnvoll sein, sich auf die Suchergebnisse zu konzentrieren, deren Reihenfolge und Erscheinen Sie beeinflussen können – und das sind die Google Adwords Anzeigen, die in der rechten Spalte der Suchergebnisse angezeigt werden. Google Adwords sind nichts anderes als bezahlte Suchergebnisse. Oder, wenn Sie es so wollen, Anzeigen, die nur bei den Suchbegriffen angezeigt werden, die zu Ihren Büchern passen. Weil Sie google vorher sagen, bei welchen Suchbegriffen Ihre Anzeige erscheinen soll.  Damit eine Adwords Anzeige auch wirklich Besucher auf Ihre Seite führt, ist natürlich die Auswahl der Suchbegriffen, bei denen Ihre Anzeige geschaltet werden soll, entscheidend. Dann müssen Sie Ihre Anzeige natürlich so konkret und zielgerichtet texten, dass der Besucher sie auch anklickt. Und das tut er nur wenn sie ihm eine Antwort auf seine Frage bietet oder die Lösung seines Problems verspricht. Je konkreter, desto besser. Aber Vorsicht. Sobald der interessierte Besucher eine Ihrer Adwords-Anzeigen anklickt, haben Sie zwar statistisch einen neuen Besucher zu verzeichnen. Aber damit ist erst ein Etappenziel erreicht. Erst nach dem Betreten des unbekannten  Terrains zeigt sich dem Besucher, ob er bei Ihnen findet, wonach er gesucht hat. Jetzt muss Ihre Website halten, was Ihre Adwords versprochen hat. Zu früher Jubel über oft angeklickte Adwords und steigende Besucherzahlen ist nicht angesagt. Eine hohe Adwords-Klickrate bedeutet noch lange nicht, dass aus Besuchern auch Leser, Fans, Buchkäufer werden…&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;a href="http://autorenschrittmacher.blog.de/2010/12/28/google-adwords-buch-werben-vergessen-werbung-denken-rache-blutwurst-hunsrueck-10266075/"&gt;Buchmarketing mit Google Adwords? Vergessen Sie Werbung! Denken Sie Rache, Blutwurst und Hunsrück &gt;&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://autorenschrittmacher.blog.de/2010/12/28/suchmaschinen-brauchen-autorenwebsites-umgekehrt-10266711/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </description><category>buchmarketing</category><category>autorenwebsite</category><category>suchmaschine</category><comments>http://autorenschrittmacher.blog.de/2010/12/28/suchmaschinen-brauchen-autorenwebsites-umgekehrt-10266711/#comments</comments></item><item><title>Eine Autorenwebsite verkauft keine Bücher. Eine Autorenwebsite stellt Vertrauen her, das zum Kauf führen kann.</title><link>http://autorenschrittmacher.blog.de/2010/12/28/teil-3-autorenwebsite-verkauft-buecher-autorenwebsite-stellt-vertrauen-her-kauf-fuehren-10266440/</link><guid isPermaLink="false">tag:autorenschrittmacher.blog.de,2010-12-28:/2010/12/28/teil-3-autorenwebsite-verkauft-buecher-autorenwebsite-stellt-vertrauen-her-kauf-fuehren-10266440/</guid><pubDate>Tue, 28 Dec 2010 13:24:23 +0100</pubDate><description>	&lt;p&gt;Ein Besucher ist auf Ihrer Autorenwebsite gelandet. Natürlich soll er früher oder später Ihre Bücher lesen. Besser noch kaufen. Aber meistens ist das nicht sein (erstes) Anliegen. Wenn Sie &lt;a href="http://autorenschrittmacher.blog.de/2010/12/28/autorenwebsite-drin-10266979/"&gt;Drin sein ist nicht alles&lt;/a&gt; gelesen haben, wissen Sie, dass er nur deswegen hier gelandet ist, weil er ein Bedürfnis hat, das Ihre Seite jetzt befriedigen soll. Und wenn Sie &lt;a href="http://autorenschrittmacher.blog.de/2010/12/28/suchmaschinen-brauchen-autorenwebsites-umgekehrt-10266711/"&gt;Suchmaschinen brauchen keine Autorenwebsite. Aber umgekehrt.&lt;/a&gt; gelesen haben, dann wissen Sie vielleicht sogar, &lt;em&gt;was&lt;/em&gt; er erwartet. Das ist doch schon mal eine gute Ausgangsposition (vorausgesetzt, Sie können das Bedürfnis tatsächlich befriedigen). Verprellen Sie ihn jetzt bloß nicht, indem sie erst mal lang und breit erklären, wer Sie sind (Guten Tag! Das ist die Autorenwebsite von Karl Napf. Schön, dass Sie hergefunden haben!)und was sich auf Ihrer Website finden lässt (Sie finden hier Informationen über meine Bücher und über mich) – das ist in etwa so, als würde eine Floristin ihre Kunden so begrüßen: "Guten Tag. Sie betreten hier einen Blumenladen. Sie können bei mir Rosen, Tulpen und Vergissmeinnicht kaufen." Das wissen Ihre Besucher bereits, denn deswegen sind sie bei Ihnen gelandet! &lt;a href="http://autorenschrittmacher.blog.de/2010/12/28/teil-3-autorenwebsite-verkauft-buecher-autorenwebsite-stellt-vertrauen-her-kauf-fuehren-10266440/page/2/"&gt;weiter... &lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Lassen Sie Ihre Website beweisen, was Sie über sich und Ihr Buch behaupten&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;
Natürlich könnten Sie einfach folgendes Schild an Ihren (Internet-)Schuppen hängen: „Setzen Sie auf meinen Gaul, der ist schnell, rassig, hat schon 7 Preise gewonnen und kennt den Weg ins Ziel von alleine.“ Ist eine beliebte Methode. Aber nur, weil es die Herde so macht, heißt das noch nicht, dass die Herde erfolgreich ist. Oder würden Sie einem Autor vertrauen, nur weil der von sich behauptet: „Ich bin der Beste. Ausnahmslos alle Menschen lieben meine Bücher.“ Oder vielleicht doch eher einem, der Ihnen &lt;em&gt;beweist&lt;/em&gt;, was er wert ist, statt es einfach nur zu behaupten? Das heißt nicht, dass Sie irgendetwas verschenken sollen (obwohl selbst das manchmal hilfreich sein kann. Ich verschenke zum Beispiel auch gerade mein Wissen.) Aber Sie können Ihre Besucher einladen, um Ihren Gaul herumzugehen, ihn anzufassen und ihm ins Maul zu schauen. Und Sie können Ihren Besuchern zusätzlich etwas bieten, das ihnen nützlich ist, mit dem sie etwas anfangen können. Was das sein kann? &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Sie sind AutorIn. Welches Genre bedienen Sie, worüber schreiben Sie? Beziehungsratgeber? Vampirromane? Einen Enthüllungsroman aus dem Justizvollzug? Wetten, dass es angrenzende Themengebiete und Fragen gibt, die für über den unmittelbaren Inhalt Ihrer Bücher hinaus für Besucher Ihrer Autorenwebsite interessant sein könnten? Veröffentlichen Sie Linklisten zu thematisch passender Literatur oder Onlineportalen, Leseproben oder Bildmaterial zum Download, Musiktipps oder Rezepte, die in Ihrem Roman eine Rolle spielen, ein Quiz zum Thema o.ä. Sie behaupten, das funktioniert für Ihr Buch nicht? Dann haben Sie nicht ausreichend darüber nachgedacht. Zur Inspiration hier noch drei völlig unterschiedliche Beispiele: 1. Sie schreiben über die Liebe in Zeiten von Online-Partnerbörsen: Bieten Sie eine Checkliste mit den 10 häufigsten Fehlern/beliebtesten Formulierungen in Partneranzeigen zum Download. 2. Sie schreiben über japanische Zierfische: Stellen Sie eine Pflegeanleitung für japanische Zierfische als Download auf Ihre Seite oder verlinken Sie Bezugsquellen zertifizierter Zierfischhändler. 3. In Ihrem Krimi spielt sächsische Blutwurst eine herausragende Rolle: Bieten Sie ein kostenloses E-Book mit „Tote Oma“-Rezepten zum Gratis-Download.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Damit haben Sie noch kein einziges Buch verkauft. Aber Sie haben Ihrem Besucher etwas gegeben, wonach er gesucht hat. Das können Informationen sein. Oder eine Antwort. Vielleicht ein Lacher oder ein Erkenntnismoment. Vielleicht das Gefühl, einen Gleichgesinnten gefunden zu haben. Und dass er bei Ihnen auch noch ein Buch gefunden hat, das genau dazu passt, wird ihm spätestens dann wieder einfallen, wenn er a) ein Geschenk b) Literatur zum Thema c) einen Tipp für jemanden mit demselben Interesse sucht.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://autorenschrittmacher.blog.de/2010/12/28/teil-3-autorenwebsite-verkauft-buecher-autorenwebsite-stellt-vertrauen-her-kauf-fuehren-10266440/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </description><category>autorenwebsite</category><category>buchmarketing</category><comments>http://autorenschrittmacher.blog.de/2010/12/28/teil-3-autorenwebsite-verkauft-buecher-autorenwebsite-stellt-vertrauen-her-kauf-fuehren-10266440/#comments</comments></item><item><title>Blog beats Website? Take-Away oder Tortenschlacht? Alles eine Frage des Geschmacks.</title><link>http://autorenschrittmacher.blog.de/2010/12/28/blog-beats-website-take-away-tortenschlacht-frage-geschmacks-10267306/</link><guid isPermaLink="false">tag:autorenschrittmacher.blog.de,2010-12-28:/2010/12/28/blog-beats-website-take-away-tortenschlacht-frage-geschmacks-10267306/</guid><pubDate>Tue, 28 Dec 2010 11:59:54 +0100</pubDate><description>	&lt;p&gt;Ein Blog kann schneller als jede Marketingmaßnahme  a) Ihren Ruf als Guru, Expertin, Superheld begründen, verbreiten &amp; stabilisieren b) Ihren Ruf als Guru, Expertin, Superheld ruinieren c) Sie in Windeseile und unwiderruflich in die ewigen Jagdgründe der Missachtung versenken. Und ein Blog hat (mindestens) drei Eigenschaften, die Sie nicht ignorieren dürfen, wenn es der Beginn einer wunderbaren Freundschaft sein soll: 1. Das Potenzial von Blogs ist kaum zu unterschätzen. 2. Das Potenzial von Blogs ist kaum zu beherrschen. 3. Das Potenzial von Blogs lässt sich nicht rein technisch domestizieren. &lt;a href="http://autorenschrittmacher.blog.de/2010/12/28/blog-beats-website-take-away-tortenschlacht-frage-geschmacks-10267306/page/2/"&gt;weiter... &lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Sie wollen ein Buch vermarkten. Ihr Buch. Wo würden Sie es anbieten, wo würden Sie es bewerben? Buchhandel, Amazon, Feuilleton? Und was ist mit denen, die sich weder in einer Buchhandlung, noch im Feuilleton noch bei Amazon herumtreiben? Nirgends suchen so viele Menschen so spezifisch nach Informationen wie im Internet. Gehen Sie doch einfach von Ihrem eigenen Kauf- und Informationsverhalten aus: Wenn Sie ein bestimmtes Buch kaufen wollen, gehen Sie gezielt dorthin, wo es das Buch gibt – z.B. in die Buchhandlung oder zu Amazon. Ganz anders aber, wenn Sie gar nicht vorhaben, ein Buch zu kaufen, sondern sich einfach nur für ein bestimmtes Thema interessieren, z.B. Gartenbau, Familienplanung, Krankenversicherungen, das Copyright oder indische Laufenten. Dann geben Sie Ihren Suchbegriff bei google ein und finden alles, was damit zusammenhängt – Produkte, Websites, Bücher und Blogs zum Thema. Die gesuchten Informationen finden Sie bestimmt oft mundgerecht auf irgendwelchen Websites. Ist dann aber eine einsame Mahlzeit, und die meisten Menschen unterhalten sich gerne beim und übers Essen. Im Gegensatz zum einsamen Website-Take-Away ist ein Blog geradezu eine Einladung zu Kaffeekränzchen, Suppengeplänkel oder Tortenschlacht. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Ein Blog zum Thema Gartenbau (Familienplanung, Krankenversicherungen, Copyright oder indische Laufenten) spricht eine weitaus breiter gefächerte Besuchermenge an als die (verkaufsorientierte) Website eines Gartencenters. Zusatz- und Hintergrundinformationen, Linksammlungen zu ähnlichen Themen und vor allem die stetige Aktualisierung befriedigen eine weit größere Anzahl von Interessen und Bedürfnissen als ein einzelnes Produkt oder eine statische Website. Je umfassender Sie Ihr Thema abdecken, je mehr Nutzwert Ihr Blog bietet (Gartenpflege-Tipps, Blüh- und Erntephasen, Checklisten, Einmachrezepte, Links zu Gartenbaubetrieben etc.), desto attraktiver wird es für Besucher. Das spricht sich nicht nur herum und steigert die Verlinkungen und Zugriffe auf Ihr Blog, sondern ist vor allem ein Gütesiegel, das Ihre Expertise auf einem bestimmten Gebiet viel glaubwürdiger nachweist als jeder Superlativ auf Ihrer Website („Weltweit führender Experte für indische Laufenten“). Und wer sein Blog nicht als Verlautbarungsorgan für Werbung, Pressemeldungen und andere Phrasen missbraucht, darin nicht lügt, betrügt, pöbelt, ungeprüft behauptet, kopiert, intrigiert oder langweilt, läuft auch selten Gefahr, dem oben erwähnten Schicksal b) oder c) anheim zu fallen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://autorenschrittmacher.blog.de/2010/12/28/blog-beats-website-take-away-tortenschlacht-frage-geschmacks-10267306/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </description><category>blogs</category><category>autorenwebsite</category><category>buchmarketing</category><comments>http://autorenschrittmacher.blog.de/2010/12/28/blog-beats-website-take-away-tortenschlacht-frage-geschmacks-10267306/#comments</comments></item><item><title>Online-Quiz zum Schlüsselroman  Noch bis 31.12.  3 x 1 Gitterwelt mit persönlicher Widmung gewinnen!</title><link>http://autorenschrittmacher.blog.de/2010/12/23/online-quiz-schluesselroman-3-x-1-exemplar-gitterwelt-persoenlicher-widmung-gewinnen-teilnahmeschluss-31-12-10243407/</link><guid isPermaLink="false">tag:autorenschrittmacher.blog.de,2010-12-23:/2010/12/23/online-quiz-schluesselroman-3-x-1-exemplar-gitterwelt-persoenlicher-widmung-gewinnen-teilnahmeschluss-31-12-10243407/</guid><pubDate>Thu, 23 Dec 2010 13:11:41 +0100</pubDate><description>	&lt;p&gt;&lt;a href="http://gitterwelt.blog.de" title="Gitterwelt"&gt;&lt;img src="http://data6.blog.de/media/865/5223865_11da528e6e_s.jpg" alt="Gitterwelt"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Mit dem Roman „Gitterwelt. Die späte Rache eines Justizbeamten“ hat der deutsche Justizvollzug 2010 seinen Schlüsselroman erhalten – zum Jahresende gibt´s jetzt das ultimative Quiz zum Kultroman aller Justizbeamten. Womit sich die Anstaltsleitung die Zeit vertreibt, wie der Justizapparat zu Entscheidungen kommt und vieles mehr, was Sie über den deutschen Justizvollzug bestimmt längst geahnt haben – finden Sie die Antworten im Quiz! Wer jetzt bis zum 31.12. mitmacht, kann eins von drei handsignierten Exemplaren mit persönlicher Widmung vom Autor gewinnen.&lt;br&gt;
&lt;strong&gt;&lt;a href="http://gitterwelt.blog.de/"&gt;Zum Gitterwelt Online-Quiz &gt;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Weihnachts-Special: ab sofort 21 ausgewählte Kapitel online &lt;/strong&gt;&lt;br&gt;
Intrigen, Inkompetenz und Karrieristen – Fiktion oder Realität im deutschen Justizvollzug? Das Erscheinen des Romans, der als Schlüsselroman gelesen werden kann, dürfte unter den rund 40.000 Beamten des bundesdeutschen Vollzugssystems Spekulationen über die Identität von Anstalt und Autor auslösen. „Letztendlich muss der Leser für sich entscheiden, ob ich eine mögliche Realität beschrieben habe oder nicht. Das gilt auch für den Wahrheitsgehalt bestimmter im Roman angedeuteter Gewalttaten und für die Frage, wie und wo Johannes Hauser im letzten Kapitel endet.“&lt;br&gt;
&lt;a href="http://gitterwelt.blog.de/tags/gitterwelt-lesen/"&gt;Ausgewählte Kapitel lesen &gt;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Zum Roman&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;
Den Kopf voller Illusionen landet Johannes Hauser 1979 als Lehrer im Provinzknast. Schnell erkennt er, dass seine Vorstellung vom Justizvollzug nichts mit der Realität zu tun hat: Im Knast herrscht eine bürokratische Parallelwelt, die ihm das Genick zu brechen droht. Doch so weit kommt es nicht. Anfang der 90er hat er die Schnauze voll von der Sauna-Connection, Beamten-Bingo und Automatenkaffee mit Süßstoff. Er beschließt, der Sache ein Ende zu setzen. Das Protokoll seiner späten Rache beginnt 1996 an einer Autobahnraststätte. Nach einem perfekt inszenierten Finale verliert sich Hausers Spur. Bis 2006 bei einem bizarren Todesfall in der Psychiatrie (s)eine entstellte Leiche zurückbleibt.  &lt;a href="http://gitterwelt.blog.de/"&gt;Zum Gitterwelt-Blog &gt;&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://autorenschrittmacher.blog.de/2010/12/23/online-quiz-schluesselroman-3-x-1-exemplar-gitterwelt-persoenlicher-widmung-gewinnen-teilnahmeschluss-31-12-10243407/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </description><category>gitterwelt-quiz</category><category>die-sp%C3%A4te-rache-eines-justizbeamten</category><category>johannes-hauser</category><comments>http://autorenschrittmacher.blog.de/2010/12/23/online-quiz-schluesselroman-3-x-1-exemplar-gitterwelt-persoenlicher-widmung-gewinnen-teilnahmeschluss-31-12-10243407/#comments</comments></item><item><title>Edo Popovic - Mitternachtsboogie: "Gottvater Moloch"</title><link>http://autorenschrittmacher.blog.de/2010/11/28/edo-popovic-mitternachtsboogie-gottvater-moloch-10069878/</link><guid isPermaLink="false">tag:autorenschrittmacher.blog.de,2010-11-28:/2010/11/28/edo-popovic-mitternachtsboogie-gottvater-moloch-10069878/</guid><pubDate>Sun, 28 Nov 2010 12:43:03 +0100</pubDate><description>	&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.voland-quist.de/autor/?120/Edo+Popovi%C4%87" title="Edo Popovic Mitternachts Boogie"&gt;&lt;img src="http://data6.blog.de/media/172/5163172_2df0547522_s.jpg" alt="Edo Popovic Mitternachts Boogie"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;
"In der surrealistisch-drastischen Verarbeitung seiner in Zagreb und Berlin spielenden Trink- und Sexgeschichten orientiert Popovic sich an Größen der Beat-Literatur wie Allen Ginsberg und Charles Bukowski, die er auch einige Male explizit erwähnt. Das zeugt nicht nur von Bewunderung, sondern auch von einer berechtigten Souveränität."&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;(Tagesspiegel, 27.11.2010, Nadine Lange) &lt;a href="http://www.tagesspiegel.de/kultur/gottvater-moloch/3406392.html"&gt;Rezension lesen &gt;&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;
&lt;a href="http://www.amazon.de/Mitternachtsboogie-Edo-Popovic/dp/3938424516"&gt;Mitternachtsboogie bei Amazon bestellen &gt;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;"We won´t let you have Varšavska!" Edo Popovic zur Masseninhaftierung in Zagreb am 15.7.2010 &lt;a href="http://autorenschrittmacher.blog.de/2010/08/16/we-wont-let-you-have-var-avska-edo-popovic-masseninhaftierung-15-juli-9188404/"&gt;lesen&gt;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;"Gerechtigkeit war in unserer Region schon immer eine verderbliche Ware..." Edo Popovic zur Festnahme von Radovan Karadciz (Spiegel online, 24.7.2008) &lt;a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,567799,00.html"&gt;lesen &gt;&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://autorenschrittmacher.blog.de/2010/11/28/edo-popovic-mitternachtsboogie-gottvater-moloch-10069878/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt; </description><category>mitternachtsboogie</category><category>edo-popovic</category><comments>http://autorenschrittmacher.blog.de/2010/11/28/edo-popovic-mitternachtsboogie-gottvater-moloch-10069878/#comments</comments></item></channel></rss>
