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Voland Und Quist

  • Buchmesse Revisited. Lektionen einer Agentin-ohne-Stand. Roman und sein Roman

    „In was wir uns verlieben“ lautet der programmatische Titel meines Autors Roman Simic, der Anfang Oktober bei Voland & Quist erschienen ist (das Buchmesse-Interview mit Roman findet sich im V&Q Verlagsblog). Am Mittwoch ist er für einen Tag in Frankfurt, um daraus zu lesen. Wir treffen uns um 10 Uhr am wie immer überdimensionalen kroatischen Stand und er berichtet mir von seinem Ringen um den 1. Roman, der nun nach seinen preisgekrönten Kurzgeschichten von ihm erwartet wird. Kung Fu oder Kinder, lautet in klassischer Agentinnen-Verkürzung sein inhaltlicher Konflikt; zwei Romanideen treiben ihn gleichermaßen um: Eine mit Sicherheit auch auf dem internationalen Markt leichter vermarktbare Story um zwei junge Kroaten in der post-jugoslawischen Ära im Kung Fu-Stil und mit Kung Fu-Elementen (der erwähnte Marketingfaktor), oder aber ein eher nachdenklicher, stiller Roman um dieses „unser“ Leben einer Generation zwischen 30 und 40 mit-und-oder-ohne Kindern, Sinn und Ziel vor Augen. „Die Zeit der Wunder“ heißt die Erzählung aus „In was wir uns verlieben“, die er anführt, um Form, Stil und Inhalt des Romanprojekts zu beschreiben. Den Roman, den er aus dieser Geschichte macht, möchte ich lesen. Sollte ich damit nicht alleine stehen, leite ich gerne entsprechend motivierende Mails an Roman weiter…

  • Schriftsteller aller Länder, sagt, was ihr zur europäischen Literatur zu sagen habt oder: Franziska Gerstenberg hat mein Lied gesungen

    DrinkFuckandFight
    Drink, Fuck and Fight - so lautet der Auftrag, den die Literaturagentin im Juni 2007 konspirativ von einer Blechwand in Zagreb (s. Photo) entgegennimmt. Der zivile Deckname der martialischen Mission: European Short Story Festival 2007. Veranstalter: Roman Simic (in Deutschland vertreten durch Partner + Propaganda) und der Verlag Profil International in Zagreb. Das ganze hat etwas von einem Klassenausflug: 16 mehr oder weniger junge europäische Autorinnen und ein älterer irischer Schriftsteller (Bernard MacLaverty) mit Gattin, ein britischer (Commapress) und ein deutscher Verlag (Voland & Quist), eine Literatur-Fördererin (Alexandra Büchler, Literature across Frontiers) und eine Literaturagentin (Christine Koschmieder, Partner + Propaganda)nebst diversen Photographen (Christian Kortüm, Jakob Goldstein) und unzähligen kroatischen Kamerateams. weiter...

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  • "Dichtung made in Germany" als Auslandsexport - was ist zu tun?

    "Deutsche Dichtung wird im Ausland kaum wahrgenommen. Woran liegt das? Was muss getan werden, dies zu ändern?" Beauftragt und angetreten, diese Fragen im Rahmen einer Podiumsdiskussion auf der Frankfurter Buchmesse zu beantworten, waren: Riky Stock vom German Book Office in New York, dem Dichter Uwe Kolbe, Charlotte Brombach, Lektorin des Suhrkamp Verlags, Clemens-Peter Haase vom Münchner Goethe-Institut und Thomas Wohlfahrt von der Literaturwerkstatt Berlin. Unterstützung erhielten sie aus den Niederlanden - dort ist man schon ein wenig weiter und hat mit dem Lyriker Thomas Möhlmann den 1. Beauftragten für Poesie im Ausland des Nederlands Literair Produktie Vertalingenfonds eingesetzt, um niederländische Poesie andernorts bekannter zu machen. Schnell stellt sich im Verlauf der Diskussion heraus, dass es weniger die DEUTSCHE Lyrik ist, die vor einem Vermittlungsproblem steht oder gar auf eine Verweigerungshaltung seitens der Verwerter trifft, als vielmehr die Lyrik als Genre, die sich zumindest in gedruckter Publikationsform schwer tut. Und wo einige Podiumsvertreter zunächst glauben, diesem scheinbaren Misstand mit zusätzlichen Fördertöpfen und Reisefonds abhilfe schaffen zu können, oder von der Notwendigkeit sprechen, die Wertschätzung der Lyrik zu steigern, erhebt der zum Glück real existierende und anwesende Dichter, Uwe Kolbe, das Wort. Nein, an der mangelnden Wertschätzung von Lyrik liegt es nicht, wie die Besucherzahlen und Begeisterungsfähigkeit auf zahlreichen internationalen Poesiefestivals beweisen. Nicht die Poesie trägt Schuld als vielmehr die Uneinsichtigkeit in ihre Rezeptionsspezifik. Anders gestellt lautet die Frage: Lässt sich Lyrik überhaupt in reiner Buchform vermitteln, zuhause in Deutschland und erst recht im Ausland, wo die Lizenzverkäufe deutscher Lyrik einen verschwindend geringen Prozentsatz ausmachen? Ist es vielleicht viel weniger die Aufgabe des German Book Office, über verstärkte "Lyrik-PR" an diesem Prozentsatz etwas zu ändern als vielmehr nötig, Lyrik publikumsfreundlich zu platzieren, etwa in der Öffentlichkeit, in New Yorker U-Bahn-Stationen, wie Riky Stock nahelegt? Ein Blick auf die Zugriffszahlen des Online Lyrikportals lyrikline.org und die Besucherzahlen zahlreicher Lyrikfestivals, Spoken Poetry Veranstaltungen und Poetry Slams sprechen dafür; genauso die Praxis des Verlags Voland & Quist, den Büchern seiner vorwiegend aus der Lesebühnen- und Slam Poetry Szene kommenden AutorInnen (Bas Böttcher, Nora Gomringer u.a.)eine Audio CD mit den gesprochenen Texten beizulegen. Weitere Beispiele zur erfolgreichen Lyrikvermittlung im In- und Ausland sind jederzeit willkommen und werden gerne als Best Practice Beispiele an dieser Stelle veröffentlicht.

  • [BuchmacherInterview] Verlag Voland & Quist

    Sebastian Wolter Sebastian Wolter vom Verlag Voland & Quist, Leipzig.

    Kurzprofil Voland & Quist. Was macht Ihr, wen wollt Ihr damit erreichen, warum in dieser „Mischform“ aus Printprodukt und Audio-CD?

    Wir veröffentlichen junge, zeitgemäße Literatur, die originell, authentisch und humorvoll ist. Ich galube das sagt auch viel über unsere Leser aus: aufgeschlossene, neugierige, junge und jung gebliebene Menschen mit eigener Meinung und Spaß am Lesen und Hören von Literatur. Diese Mischform ist eine logische Konsequenz unseres Programms: Unsere Autoren sind hervorragende Vorleser und treten auch oft auf – da ist eine CD zum Buch ein Muss.

    Gründungsmythos Wie bist Du zu dem gekommen, was Du jetzt machst?

    Über das Studium der Verlagswirtschaft in Leipzig verbunden mit über 5-jähriger Tätigkeit als Literaturveranstalter in Leipzig. Und die Lust am Lesen. Im Studium hatten mein Kollege Leif und ich eine Fallstudie zu Verlagsgründung gemacht, deren Ergebnis war, dass sich das eigentlich nicht lohnt. Später siegte dann aber doch unsere Lust aufs Verlegen.

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